Freue dich mit uns über diesen tollen Gastbeitrag der Umweltwissenschaftlerin, Autorin und Naturfotografin Franziska Becker. Auf ihrem Blog blühendgrün (www.bluehendgruen.de) und ihrem Instagram-Account @bluehendgruen.de schreibt sie über alles rund um die Themen Garten, Balkon und Natur.

Wilde Pflanzen Titelfoto

Vielfalt fördern, Arten retten – mit den Wilden Pflanzen!

Die Knoblauchsrauke, die Gefleckte Taubnessel und die Echte Nelkenwurz sind einige von den Wilden Pflanzen, die wir in unseren Gärten und in den Balkontöpfen entdecken können, obwohl wir sie gar nicht ausgesät oder gepflanzt haben. Denn die Wilden Pflanzen siedeln sich meist von ganz allein an!

Doch warum sind sie so wichtig, wieso eigentlich „Wilde Pflanzen“ und nicht die Bezeichnung „Wildpflanzen“, wie können sie angesiedelt oder gefördert werden, und weshalb retten diese Pflanzen Arten?

Wichtig ist zu verstehen, dass einzige Art der Vermehrung für einjährige Pflanzen die Selbstaussaat ist. Viele einjährige Blühpflanzen sind dafür auf eine Reihe äußere Faktoren wie Wetter und Witterung angewesen, weshalb die Vermehrung nicht immer zuverlässig an jedem Standort funktioniert und eventuell neues Saatgut ausgebracht werden muss.

Wilde Pflanzen – Archäophyten, Neophyten und einheimische Arten

Häufig begegnen uns im Zusammenhang mit Pflanzen die Bezeichnungen Archäophyten, Neophyten und einheimische Arten. Das Wissen über die Definition der Begriffe, hilft bei der Einschätzung und der Zuordnung.

Mohn Nektar

Einheimische Arten oder indigene Arten

Pflanzen, die sich nach der letzten Eiszeit in Mitteleuropa etablieren, ihre ökologischen Nischen und bestimmten Standorte finden konnten, werden als einheimische Arten oder auch indigene Arten bezeichnet. Sie haben charakteristische Verbreitungsgebiete und die Wanderung in andere Gebiete erfolgte über einen längeren Zeitraum. Erst durch den Menschen können Pflanzen weitere Wege in kürzerer Zeit zurücklegen. Sie wurden und werden gezielt eingeführt als Zierpflanzen zur Kultivierung in Gärten und auf dem Balkon oder als besonders nektar- und pollenreiche Pflanzenarten für Honigbienen. Aber auch durch die indirekte Verbreitung, beispielsweise als Fremdsaat in nicht ausreichend gereinigtem Saatgut, haben die Pflanzen neue Gebiete erobert. Diese sogenannte anthropogene Verbreitungsform wird anhand der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 in zwei Kategorien eingeteilt: Die Pflanzen, die vor der Entdeckung Amerikas nach Mitteleuropa eingeschleppt wurden, werden als Archäophyten bezeichnet. Dieses geschah meist unbeabsichtigt durch den Ackerbau als Fremdsaat. Hierzu zählen Pflanzen, wie die Kornblume und der Klatschmohn.

Da Archäophyten insbesondere aus dem südlichen und südöstlichen Teil Europas kamen, werden sie häufig zusammen mit den einheimischen Arten zusammengefasst.

Wie kamen die Neophyten zu uns?

Als Neophyten werden dagegen die Pflanzen bezeichnet, die nach der Entdeckung Amerikas nach Mitteleuropa kamen, teils aus sehr fernen Ländern. Einige haben den Weg aus den Gärten in die freie Natur gefunden. Viele haben sich in das jeweilige Ökosystem eingefügt, erobern Ruderalflächen und leben harmonisch mit den heimischen Pflanzen zusammen. Vermehren sie sich an ihrem Standort über mehrere Generationen, werden sie als etablierte Neophyten bezeichnet.

Auch die Insektenwelt kann von den Neuankömmlingen profitieren. Doch manche dieser Pflanzen sind sehr konkurrenzstark und verdrängen einheimische Pflanzen aus ihrem natürlichen Lebensraum. Diese werden als invasive Neophyten oder invasive Art bezeichnet. Ob eine Pflanze zu einem invasiven Neophyten wird, lässt sich zumeist schwer vorhersagen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit gebietsfremden Pflanzenarten im Garten und auf dem Balkon ist deshalb wichtig, damit sie nicht in die freie Natur gelangen.

Die Bezeichnung „Wilde Pflanzen“ umfasst einheimische Arten, Archäophyten und Neophyten. Denn all diese Pflanzen können uns in der freien Natur begegnen oder sich von allein im Garten oder in den Pflanztöpfen auf dem Balkon ansiedeln.

Pestizidfreies Gärtnern

Ob Pilze, wie der Echte Mehltau oder Blattläuse: Es gibt einige Lebewesen, die unsere Pflanzen genauso attraktiv finden, wie wir! Nur auf eine gewisse andere Art und Weise. Der Echte Mehltau legt sich wie weißer Mehlstaub über die grünen Blätter und die Blattläuse saugen an den Pflanzensäften. Doch bei den Wilden Pflanzen lohnt es sich, erstmal zu beobachten. Was im ersten Moment etwas befremdlich wirkt, fördert die Artenvielfalt im ganz großen Stil! Denn indem wir erstmal nichts machen, werden die natürlichen Gegenspieler auf den Plan gerufen.

22PunktMarienkäfer_PestizidfreiesGärtnern

Der 22-Punkt-Marienkäfer ist ein kleiner gelber Käfer mit 22 schwarzen Punkten auf dem Rücken. Das erwachsene Tier und seine Larven ernähren sich hauptsächlich vom Echten Mehltau. Der Pilz wird förmlich abgegrast und dient damit der Arterhaltung dieses für uns harmlosen Käfers. Andere Marienkäfer, wie der Zwei-Punkt-Marienkäfer, ernähren sich als erwachsenes Tier und als Larve ausschließlich von Blattläusen.

Auch Hain-Schwebfliegen, die als erwachsene Insekten die Blüten bestäuben, brauchen für ihre Larven Blattläuse. Zudem ernähren sich Wildvögel, wie Meisen, nicht nur selbst davon, sondern brauchen für die Aufzucht ihrer kleinen Nachkommen Mengen an Blattläusen. Diese werden einzeln von den Pflanzen abgesammelt und verfüttert.

Gänsedistel_WildePflanzenzulassen

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Wilde Pflanzen – ansiedeln, aussäen, zulassen

Um die Vielfalt im Garten und auf dem Balkon zu fördern und aktiv etwas für die Arten zu tun, können die Wilden Pflanzen entweder ausgesät, angesiedelt oder einfach zugelassen werden.

Die Pflanzen, die sich von allein an ihren neuen Standorten zeigen, sind bestens an die herrschenden Klima- und Umweltbedingungen angepasst. Sie sind robust, pflegeleicht und dazu noch insektenwichtig! Lassen wir die Wilden Pflanzen in unserer Gartengestaltung Raum, so bereichern sie nicht nur die einzelnen Bereiche, in denen sie wachsen und fördern damit die Vielfalt, sondern sie zeigen uns sogar etwas über die Bodenbeschaffenheit und die Standortverhältnisse.

Was es mit den Zeigerpflanzen auf sich hat

Viele der Wilden Pflanzen sind sogenannte Zeigerpflanzen. So ist die Große Brennnessel (Urtica dioica) ein Stickstoffzeiger. Andere Pflanzen zeigen trockene und sandige Böden oder auch lehmige und verdichtete Böden an. Die Zeigerpflanzen bieten uns damit einen gratis Bodentest, bei dem wir viel über den Bodenzustand und die -beschaffenheit erfahren können.

Während einige der Wilden Pflanzen den Weg also meist von ganz allein in den Garten oder auf den Balkon finden, ist es bei anderen Wildstauden erforderlich, diese anzusiedeln. Hierfür kann die Pflanze als Saatgut oder als vorgezogene Pflanze in qualifizierten und zertifizierten Wildpflanzengärtnereien gekauft werden. Wichtig dabei ist, die jeweilige Pflanze an ihren bevorzugten Standort zu pflanzen oder auszusäen, damit sie ihre volle Schönheit entfalten und ihren pflegeleichten und robusten Charakter zeigen kann.

Nahrungsangebot für Generalisten und Spezialisten

Sind die Wilden Pflanzen angesiedelt, gefördert oder ausgesät, kann es nun mit dem Beobachten der vielen Pflanzenbesucher losgehen. Denn dürfen die Pflanzen ersteinmal wachsen, beginnt auch schon das Retten der Arten!

Gelbbindige Furchenbiene_GeneralistenundSpezialisten

Jede Pflanze hat ihren Platz im Ökosystem, ist Sauerstoffgeber und Nahrungsgrundlage. Unter den Insekten herrscht dabei nicht nur eine große Vielfalt, sie sind auch auf ganz unterschiedliche Pflanzen spezialisiert. Dabei gibt es die sogenannten Generalisten und die Spezialisten unter ihnen mit jeweiligen Nahrungsansprüchen. So sind viele solitär lebende Wildbienen auf das Vorkommen bestimmter Pflanzen und deren Blütenpollen für ihren Nachwuchs angewiesen. Auch die Raupen vieler Tag- und Nachtfalterarten sind Spezialisten. Tagpfauenaugenraupen ernähren sich beispielsweise ausschließlich von den Blättern der Großen Brennnessel (Urtica dioica). Diese dienen ihnen gleichzeitig als sicherer Verpuppungsort.

Artenkenntnis schafft Wertschätzung

Vielfalt schaffen und Arten retten kann leichter sein, als gedacht und ist für jede*n im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten mit individueller Garten- und Balkongestaltung möglich und machbar. Wenn wir dann auch noch wissen, wer da wächst, und für wen das Vorkommen der Pflanzen sogar essentiell ist, macht das Beobachten noch mehr Spaß!

Es wird also höchste Zeit, nicht mehr achtlos an den Wilden Pflanzen vorbeizugehen und sie zu bekämpfen, sondern ihren Wert wieder schätzen zu wissen. Lassen wir diese vermeintlich unbekannten, unliebsamen und unscheinbaren Wilden Pflanzen in unsere Gärten und auf unsere Balkone und gestalten sie zu ökologisch wertvollen und blühenden Oasen, die nicht nur uns gefallen, sondern überlebenswichtig sind für unsere Insekten und Wildtiere.

Die Natur ist der bessere Gärtner

Buchempfehlung: die Natur ist der bessere Gärtner

Wer mehr über die Wilden Pflanzen wissen möchte, die um uns herum wachsen und die wir im Garten und auf dem Balkon entdecken, ansiedeln und fördern können: Die Natur ist der bessere Gärtner, erhältlich im BoD-Buchshop, in Online-Shops oder der Buchhandlung des Vertrauens.

Deine Patenschaft ermöglicht nachhaltige Blühwiesen

Eine Blühpatenschaft für alle

Du hast am Thema Artenvielfalt Gefallen gefunden, hast selbst aber keinen Platz oder keine Geduld eine eigene Blühwiese anzulegen? Dann ist deine Blühpatenschaft genau das richtige für dich.

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Danke für dein Interesse. Sei gespannt auf weitere Beiträge!

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Auf unserem Blog und auf Social Media teilen wir immer wieder Erfahrungswerte und spannende Tipps rund um das Thema Blühwiese und nachhaltigen Artenschutz. Du hilfst uns sehr, wenn Du diese Inhalte mit deinen Freunden in sozialen Netzwerken teilst. Nutze dafür gerne die ‚Teilen‘-Funktion oben und unten auf dieser Seite.

Wir freuen uns immer sehr über den Austausch mit Gleichgesinnten. Nutze dafür gerne die Kommentarfunktion am Ende dieses Blogbeitrags. Bis bald, deine NaturPaten!

Wertvolle einjährige Pflanzen, die bei uns heimisch sind!

Blühwiesen sind wichtig für Artenvielfalt und Insektenschutz, keine Frage. In einem früher Beitrag haben wir die Frage beantwortet, ob einjährige oder mehrjährige Pflanzen besser sind. Heute geht es speziell um einjährige Pflanzen und wie dieser der Artenvielfalt helfen.

nachhaltige Blühwiesen

Wird häufig durcheinandergeworfen: Es gibt verschiedene Sonnenblumenarten – sowohl einjährige als auch mehrjährige.

Was sind einjährige Pflanzen?

Noch einmal kurz als Grundlage: Einjährige Pflanzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen kompletten Lebenszyklus innerhalb nur eines Jahres durchlaufen. Das bedeutet, sie wachsen, blühen, produzieren Samen und sterben in nur einem Jahr!

Du kannst sowohl krautige als auch holzige Pflanzen unter den Einjährigen finden.

Krautige Pflanzen haben weiche, nicht-holzige Stängel, während holzige Pflanzen einen hölzernen Stamm und Äste haben.

Wichtig ist zu verstehen, dass einzige Art der Vermehrung für einjährige Pflanzen die Selbstaussaat ist. Viele einjährige Blühpflanzen sind dafür auf eine Reihe äußere Faktoren wie Wetter und Witterung angewesen, weshalb die Vermehrung nicht immer zuverlässig an jedem Standort funktioniert und eventuell neues Saatgut ausgebracht werden muss.

Welche einjährigen Pflanzen sind bei uns heimisch?

Einige der beliebtesten und bekanntesten Blühpflanzen bei uns sind einjährige Pflanzen, doch weißt Du auch welche?

Einjährige Blühpflanzen, die in Deutschland heimisch sind, sind beispielsweise Mohn, Kornblume, Klatschmohn, Borretsch und Leinkraut. Wie wir eben bereits herausgefunden haben, blühen sie nur einmal und sterben dann ab. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie sehr schnell wachsen und in der Regel innerhalb weniger Wochen nach der Aussaat blühen.

Einjährige Blühpflanzen sind deshalb oft eine beliebte Wahl für Blumenbeete und können auch in der Landwirtschaft als Deckfrüchte oder Gründüngungspflanzen verwendet werden. Lass uns einige dieser Blühpflanzen einmal genauer betrachten!

Mohn Nektar

Der Klatschmohn

Der Klatschmohn ist eine wunderschöne Blühpflanze mit auffälligen, kräftig roten Blütenblättern und blüht von Mai bis Juli.  Er ist eine wahre Augenweide in jeder Blühwiese. Der Klatschmohn bevorzugt sonnige Standorte und nährstoffarme Böden und ist daher oft auf Feldern, Wiesen und am Wegesrand zu finden.

Aber der Klatschmohn ist nicht nur schön anzusehen, er hat auch einen hohen Wert für Insekten. Seine Blüten bieten eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Besonders bienenfreundlich ist der Klatschmohn aufgrund seiner reichhaltigen Pollen- und Nektarproduktion. Aber auch viele andere Insekten, wie beispielsweise Käfer, Fliegen und Raupen, nutzen den Klatschmohn als Lebensraum.

Insgesamt ist der Klatschmohn also eine sehr wertvolle Pflanze für die Natur und ihre Bewohner. Seine leuchtenden Blüten und sein hoher ökologischer Wert machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil von naturnahen Lebensräumen.

Biene auf Kornblume

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Die Kornblume

Die Kornblume ist eine wunderschöne und beliebte Blühpflanze, die in vielen Gärten und auf Wiesen zu finden ist und zu Familie der Korbblütler gehört. Die Blüten der Kornblume sind meist blau bis violett und haben einen charakteristischen körbchenförmigen Aufbau. Sie blüht von Juni bis September und ist bei Insekten sehr beliebt.

Die Kornblume  ist besonders wertvoll für solitär lebende Wildbienenarten wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva). Diese Bienenarten nutzen die Blüten als Nahrungsquelle für Pollen und Nektar. Auch andere Wildbienenarten und Schmetterlinge besuchen die Blüten der Kornblume, um Nektar zu sammeln. Aufgrund ihrer einfachen Zugänglichkeit und ihrem hohen Nektar- und Pollenangebot ist die Kornblume ein wichtiger Bestandteil von Blühstreifen und -flächen, die zur Förderung der Artenvielfalt beitragen.

Die Kornblume war in der Vergangenheit eine wichtige Kulturpflanze und wurde oft auf Feldern angebaut. Heute ist sie jedoch in vielen Gebieten selten geworden und steht unter Naturschutz. Es ist wichtig, diese wertvolle Pflanze zu erhalten und zu fördern, indem man sie beispielsweise in Gärten und auf Blühwiesen ansät und ihre Bedeutung für die Natur und die Artenvielfalt zu schätzen weiß.

Die Ackerwitwenblume

Die Ackerwitwenblume ist eine wunderschöne und wertvolle Blume für Insekten. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist in ganz Europa heimisch. Die Blume kann bis zu einem Meter hoch werden und hat eine auffällige rosa-purpurne Farbe.

Die Ackerwitwenblume blüht von Juni bis September und lockt mit ihrem reichhaltigen Nektar viele Insekten an. Besonders Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen lieben diese Blume. Auch viele bedrohte Insektenarten, wie zum Beispiel die Ackerhummel, profitieren von ihr. Die Ackerwitwenblume ist eine wichtige Nahrungsquelle für diese Insekten und trägt so zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.

Die Pflanze ist besonders auch als Futterpflanze für Raupen verschiedener Schmetterlingsarten von Bedeutung. Die Raupen der Zwergbinde und der Meldenbuntspinne nutzen die Ackerwitwenblume als Nahrungspflanze.

Die Ackerwitwenblume ist anspruchslos und gedeiht auf vielen verschiedenen Böden. Durch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Hitze kann sie auch in wärmeren Regionen gut wachsen.

Die Ackerringelblume

Kennst Du die Ackerringelblume auch unter ihrem Beinamen Wiesen-Sandkraut? Jedenfalls ist sie eine wunderschöne Pflanze, die vor allem auf trockenen, sandigen Böden gedeiht. Sie bildet dichte Polster aus niederliegenden Stängeln mit kleinen, weißen Blüten, die von Juni bis August blühen.

Die Ackerringelblume ist eine äußerst wertvolle Pflanze für Insekten, insbesondere für Wildbienen und Schmetterlinge. Viele bedrohte Wildbienenarten sind auf sie als Nahrungsquelle angewiesen, da sie eine sehr lange Blütezeit hat und während dieser Zeit kontinuierlich Nektar produziert. Besonders für Sandbienenarten wie die Wollbiene oder die Grabwespenbiene ist sie von großer Bedeutung. Aber auch Schmetterlinge wie der Blauschwarze Eisvogel oder der Schachbrettfalter nutzen die Ackerringelblume als Nektarquelle.

Die Ackerringelblume ist jedoch leider selten geworden, da ihr natürlicher Lebensraum durch die intensive Landwirtschaft und die Verstädterung immer mehr verschwindet. Deshalb ist es umso wichtiger, sie gezielt anzusäen und zu schützen, um ihren Fortbestand und den vieler bedrohter Insektenarten zu sichern.

Acker Ringelblume

Die Schwarze Kornrad

Jetzt wird es langsam etwas spezieller 🙂 Nicht jeder wird den Namen Schwarze Kornrad kennen, aber sicher hast Du schon von Schwarzkümmel oder Schwarznessel gehört? Es ist die selbe Pflanze und gehört zur Familie der Lippenblütler. Sie wächst auf sonnigen Wiesen, Feldern und Wegrändern und bevorzugt nährstoffreiche Böden. Die Pflanze wird bis zu 80 cm hoch und hat schöne, violett-schwarze Blüten, die von Juni bis September blühen.

Das Schwarze Kornrad ist eine wichtige Nektarquelle für viele Arten von Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten. Besonders bedrohte Arten wie der Schwarze oder Rote Apollofalter, die Wiesen-Sandbiene und die Steppenbiene sind auf das Schwarze Kornrad als Nahrungsquelle angewiesen. Die Pflanze hat auch eine wichtige Funktion als Futterpflanze für die Raupen des Braunen Waldvogels und des Goldglänzenden Rosenkäfers.

Das Schwarze Kornrad ist also eine wertvolle Pflanze für den Erhalt der Artenvielfalt und des Ökosystems. Du kannst dazu beitragen, indem Du diese Wildblume in Deinen Garten oder auf Deine Wiese pflanzt oder auch in der Natur schützt und erhältst.

Das Acker-Hellerkraut

Das Acker-Hellerkraut, auch als Acker-Pippau oder Gewöhnlicher Ackerheller bezeichnet, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie ist in Europa weit verbreitet und wächst bevorzugt auf trockenen und nährstoffarmen Böden. Die Pflanze kann bis zu 60 cm hoch werden und bildet gelbe Blütenköpfe aus, die aus vielen kleinen Röhrenblüten bestehen.

Das Acker-Hellerkraut hat einen hohen Wert für Insekten, insbesondere für Wildbienen. Viele Arten von Wildbienen nutzen die Blüten des Acker-Hellerkrauts als wichtige Nahrungsquelle. Besonders bedeutsam ist die Pflanze für die bedrohten Sandbienenarten wie die Sandbiene (Andrena vaga) und die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis), die auf trockene und offene Lebensräume angewiesen sind. Auch für Schmetterlinge wie den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ist das Acker-Hellerkraut als Nahrungsquelle von großer Bedeutung.

Darüber hinaus hat das Acker-Hellerkraut auch einen ökologischen Wert für die Bodenfruchtbarkeit. Die Pflanze hat eine tiefe Pfahlwurzel, die Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnimmt und somit dazu beiträgt, den Boden zu lockern und zu belüften. Außerdem bildet das Acker-Hellerkraut in seinen Wurzeln Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und für andere Pflanzen verfügbar machen können.

Insgesamt ist das Acker-Hellerkraut eine wertvolle Pflanze für die Insektenwelt und für die Erhaltung der Biodiversität. Durch seine Bedeutung als Nahrungsquelle für bedrohte Wildbienenarten und Schmetterlinge trägt es dazu bei, den Rückgang dieser Arten zu stoppen und ihre Bestände zu stabilisieren.

Die Sand-Margerite

Die Sand-Margerite ist eine wunderschöne und vielseitige Pflanze, die vielen Insektenarten als wichtige Nahrungsquelle dient. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist in Europa weit verbreitet.

Die Sand-Margerite zeichnet sich durch ihre auffälligen, weißen Blüten aus, die eine gelbe Mitte haben. Sie blüht von Juni bis September und verströmt dabei einen angenehmen Duft. Die Pflanze ist mehrjährig und bildet Horste aus, die sich über die Zeit ausbreiten können.

Für Insekten ist die Sand-Margerite von großer Bedeutung. Besonders Bienen, Schmetterlinge und Käfer, aber auch andere Fluginsekten wie Schwebfliegen und Florfliegen, nutzen die Blüten als wichtige Nahrungsquelle. Die Pflanze bietet den Insekten nicht nur reichlich Nektar, sondern auch Pollen als Eiweißquelle.

Einige bedrohte Insektenarten, wie zum Beispiel die Blauschwarze Holzbiene oder die Rote Mauerbiene, sind auf die Sand-Margerite als Nahrungsquelle angewiesen. Durch den Verlust von Lebensräumen und Nahrungsquellen sind viele Insektenarten in ihrem Bestand bedroht. Die Sand-Margerite kann daher dazu beitragen, den Bestand bedrohter Insekten zu erhalten und zu fördern.

Margerite mit Biene

Neben ihrem Wert für Insekten hat die Sand-Margerite auch eine wichtige Rolle für die Stabilisierung von Böden und für die Artenvielfalt in der Natur. Sie wächst bevorzugt auf sandigen Böden und ist eine wichtige Pionierpflanze, die in der Lage ist, unfruchtbare Böden zu besiedeln und zu beleben.

Alles in allem ist die Sand-Margerite also eine wunderschöne und wertvolle Pflanze, die nicht nur für Insekten, sondern auch für die Natur insgesamt von großer Bedeutung ist.

Die Acker Hundskamille

Die Acker Hundskamille ist eine oft unterschätzte, wunderbare Pflanze für Insekten und für die Vielfalt in der Natur. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine mehrjährige Pflanze. Die Blüten der Acker Hundskamille haben einen gelben Kranz aus Röhrenblüten, der von weißen oder rosafarbenen Zungenblüten umgeben ist. Diese Blütenpracht zieht eine Vielzahl von Insekten an, insbesondere Schmetterlinge und Wildbienen.

Besonders bedrohte Insektenarten wie die Gelbbindige Furchenbiene und die Rostrote Mauerbiene profitieren von der Acker Hundskamille. Diese Bienenarten sind auf den Pollen und Nektar dieser Pflanze angewiesen, um ihre Brut zu ernähren und zu überleben. Aber auch andere Bienenarten wie die Gehörnte Mauerbiene und die Wollbienen sind regelmäßige Besucher der Acker Hundskamille.

Die Acker Hundskamille ist eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für Insekten im Frühling und Sommer, wenn viele andere Blühpflanzen noch nicht oder nicht mehr blühen. Die Pflanze wächst am besten auf nährstoffarmen Böden und bevorzugt sonnige Standorte. Sie ist also eine ideale Pflanze für die naturnahe Gestaltung von Gärten, Wiesen und Feldern.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesen Informationen weiterhelfen und Dir den Wert der Acker Hundskamille für bedrohte Insektenarten nahebringen.

Kamille

Der Persische Ehrenpreis

der Persische Ehrenpreis, auch bekannt als Veronica persica, ist eine kleine, aber sehr wertvolle Pflanze für die Insektenwelt. Diese einjährige Pflanze stammt ursprünglich aus Zentralasien und wurde im 18. Jahrhundert nach Europa eingeführt.

Der Persische Ehrenpreis ist besonders bei Bienen sehr beliebt, da er ihnen eine reichhaltige Quelle für Pollen und Nektar bietet. Auch Schmetterlinge und andere Bestäuber wie Hummeln und Schwebfliegen sind von dieser Pflanze angezogen. Dabei spielt die Farbe der Blüten eine wichtige Rolle. Die tiefblaue Farbe der Blütenblätter zieht Insekten an und bietet ihnen eine wichtige Nahrungsquelle.

Neben dem Nutzen für Bienen und andere Bestäuber ist der Persische Ehrenpreis auch für bestimmte Arten von Raupen von Schmetterlingen ein wichtiger Lebensraum. Die Raupen von Schmetterlingen wie dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling oder dem Kleinen Fuchs nutzen die Pflanze als Futterquelle.

Ehrenpreis persisch

Leider wird der Persische Ehrenpreis oft als Unkraut betrachtet und bekämpft, was zu einem Rückgang der Populationen führt. Es ist daher wichtig, die Bedeutung dieser Pflanze für die Insektenwelt zu erkennen und zu schützen. Mit seiner Fähigkeit, Nahrung und Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber zu bieten, ist der Persische Ehrenpreis eine wichtige Pflanze für die Erhaltung der Biodiversität.

Deine Patenschaft ermöglicht nachhaltige Blühwiesen

Eine Blühpatenschaft für alle

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3 Tipps für den Einstieg ins Gärtnern mit Kindern

Vielen Dank an Vanessa die uns mit diesem lesenswerten Gastartikel unterstützt. Auf ihrem Blog Kleine Schritte findet ihr wertvolle Tipps für einen nachhaltigeren (Familien-)Alltag.

Lasst uns nun loslegen mit dem heutigen Thema: Gärtnern mit Kindern

Gärtnern mit Kindern schafft vielfältige Sinneseindrücke

Mit den Fingern in der Erde wühlen, kleine Samen aussähen, einer Pflanze bei Wachsen zusehen, sie hegen und pflegen und am Ende vielleicht sogar davon essen. Für Kinder ist Gärtnern mit einer Vielfalt an Sinneseindrücken und Lerneffekten verbunden. Es ist ein Weg die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Sie lernen kennen, wie viel Mühe in so etwas Alltäglichem wie ihrem Essen steckt. Mir ist es wichtig meinen Kindern dieses Gefühl und Wissen zu vermitteln. Und dafür braucht es wahrlich keinen Garten-Profi. Daher habe ich drei Tipps für euch, wie ihr auch als völlige Laien mit euren Kindern gärtnern könnt.

Tipp 1: Macht es euch einfach!

Euer erster Gedanke ist es vielleicht, dass das Lieblingsgemüse oder- Obst der perfekte Einstieg für euer Kind sein könnte. Das setzt aber möglicherweise voraus, dass ihr viel Platz, Equipment, Wissen oder das richtige Klima braucht. Oder alles zusammen. Klingt abschreckend? Dann startet lieber mit etwas Gelingsicherem: Kresse. Dafür braucht ihr nur eine flache Schale, ein bisschen Watte oder Erde, Wasser und natürlich ein paar Kressesamen. Letztere findet ihr oft sogar im Supermarkt. Ob ihr nun in einem Haus mit Garten oder in einer Wohnung ohne Balkon wohnt (oder irgendwas dazwischen), spielt keine Rolle. Ein bisschen Kresse wächst quasi überall.

Streut die Samen auf die Erde, sodass sie nicht allzu sehr aufeinanderliegen. Leicht feucht halten. Anders als im Bild solltet ihr, wenn ihr einen Eierkarton nutzt, diesen aber auf eine wasserfeste Unterlage stellen. Schon nach ein bis zwei Tagen seht ihr, wie die Samen aufgehen und könnt den Pflänzchen quasi beim Wachsen zusehen. Nach rund einer Woche schneidet ihr die Sprossen mit der Schere oder einem Messer ab und streut sie aufs Brot oder über den Salat.

Samen ziehen begeistert die kleinen Gärtner

Tipp 2: Tschüss Perfektion!

Wenn ihr Kinder habt, dann wisst ihr eins bestimmt schon: Ordnung und Sauberkeit sind relativ. Und das ist (nicht nur) beim Gärtnern auch völlig in Ordnung. Seid euch dessen bewusst, dass das Endergebnis eurer Pflanzaktion nicht nur was Grünes, sondern auch eine ordentliche Sauerei sein kann. Da wird die Erde nicht nur im vorgesehenen Topf landen, die Kleidung fleckig und die optimalen Abstände und Mengen für das Saatgut werden verfehlt. Versucht eure Kids trotzdem alles nach ihren Möglichkeiten machen zu lassen und drückt auch mal das zweite Auge zu, wenn nicht alles gleich seinen vorgesehenen Ort findet. Lernen und entdecken braucht manchmal auch ein wenig Chaos.

Vorbereitung: beim Gärtnern mit Kindern die halbe Miete

Vorbereitung ist also wie so oft die halbe Miete. Dass ihr euch und den Kindern nicht die feinsten, empfindlichsten Klamotten anzieht, muss wohl nicht erwähnt werden. Ansonsten legt Zeitungen oder ein Leintuch drunter, wenn der Boden nicht dreckig werden sollte. Ihr könnt eine kleine Menge Erde aus dem Sack in eine Schüssel füllen. Dann können sie auch die Kleinsten schon gut mit einem Löffel oder einer kleinen Schaufel in das Pflanzgefäß umfüllen.

Keimende Samen im Garten begeistern nicht nur Kinder
Keimende Samen im Garten begeistern nicht nur Kinder

Nicht immer sieht es so geordnet aus, wie bei diesen Keimschalen.

Tipp 3: Die erste eigene Pflanze

So grob ab dem Kindergartenalter können Kinder auch die Verantwortung für eine eigene Pflanze übernehmen. Dazu sucht ihr euch am besten eine sehr pflegeleichte Art, wie beispielsweise Einblatt, Grünlilie oder Glücksfeder aus. Je nach Alter kümmert ihr euch dann an festen Tagen zusammen um die Pflanze oder erinnert größere Kinder ans Gießen. Besonders schön ist es natürlich, wenn sich die Kinder die Pflanze und deren Standort selbst aussuchen können.

Gärtnern mit Kindern trägt Früchte
Macht nicht nur kleine Gärtner stolz: den Erfolg der eigenen Arbeit zu sehen.

Unseren Kindern die Möglichkeit zu geben sich relativ eigenständig um etwas zu kümmern und bestenfalls auch den Erfolg ihrer Arbeit zu sehen, ist viel wert. Jedes neue Blatt kann da gefeiert werden. Gleichzeitig ist es aber auch eine großartige Übung. Lest euch gemeinsam im Internet oder einem Fachbuch dazu ein, was die Pflanze braucht. Sieht sie aus, als wäre etwas nicht in Ordnung, könnt ihr zusammen auf Spurensuche gehen. Und dann den grünen Liebling hoffentlich wieder gesund pflegen.

Was Gärtnern mit Kindern alles bringt

Gerade, wenn um einen herum das Garten-Chaos ausgebrochen ist, kann sich schon einmal die Frage aufdrängen, ob das wirklich nötig ist? Die Mehrheit von uns braucht das Wissen darum, wie genau unser Essen angebaut wird, nicht. Wir haben Zugang zu Super- und Wochenmärkten, vielleicht sogar zu einem Lieferservice. Es gibt Bücher und Dokus. In den Kindergärten und Schulen wird es (teilweise) unterrichtet. Warum also den Aufwand machen und mit den Kindern im Dreck wühlen, auch wenn man selbst keinen Zugang dazu hat?

Durch Sinneswahrnehmung lernen

Auf der einen Seite stehen klar die Sinneserfahrungen. Wie fühlt sich Erde an? Wie vorsichtig muss man mit Pflanzen umgehen, damit sie nicht abbrechen? Wie schmeckt frische Petersilie? Kinder lernen unheimlich viel über sich und die Welt dadurch. Dabei lernen sie so viel mehr als die reine Pflege dieser Art. Wie kann ich mir Wissen aneignen? Wie finde ich Lösungen für ein Problem? Das sind ganz grundsätzlich wichtige Fähigkeiten.

Gärtnern mit Kindern - auch drinnen

Gärtnern mit Kindern bringt der Welt was!

Unsere Kinder erleben: Es macht Arbeit sich um eine Pflanze zu kümmern. Die gleiche Arbeit und noch mehr steckt in jedem Essen, das bei uns auf dem Tisch steht. Darum wollen wir Lebensmittelabfälle vermeiden, und dass diejenigen, die diese Arbeit für uns machen, von ihrem Verdienst gut leben können.

In der Natur finden wir Gleichgewichte und Symbiosen. Abgestorbene Pflanzen/-teile werden zu wertvollem Kompost für neues Grün. Ohne Insekten wachsen keine Erdbeeren. Beim Gärtnern können wir unseren Kindern den Wert der Natur spielerisch vermitteln und vielleicht auch bei ihnen das Bedürfnis wecken sich für ihren Erhalt einzusetzen. Am Ende haben unsere Kinder Spaß und lernen etwas über sich und die Welt. Und mit etwas Glück, habt wir Eltern dann nicht nur dreckverschmierte Kinder, sondern auch ein bisschen mehr Grün um uns herum.

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Fünf Jahre Insektenschützer – mehr als nur
ein Rückblick

Dieser Gastbeitrag kommt von der Initiative „Insektenschützer“ und wird anlässlich des fünfjährigen Jubiläums veröffenticht.

Einleitung und wie alles began

Insekten sind wichtig für das Ökosystem und tragen zur Bestäubung von Pflanzen bei. Deshalb ist es wichtig, ihre Lebensräume zu schützen und zu erhalten. Leider sind sich immer noch viel zu wenige Menschen dieser Tatsache bewusst. Deshalb haben wir diesen Grundgedanken zum Ausgangspunkt genommen und es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen zu inspirieren und sich für den Schutz von Insekten einzusetzen. Dabei haben wir uns auch immer weiterentwickelt und lernen jeden Tag, besonders auch durch konstruktive Kritik durch die Community, dankbar dazu.

Insektenschuetzer Biene

Einen motivierenden Anreiz schaffen

Uns war schnell klar, dass wir einen Anreiz schaffen müssen, um auch die Menschen zu erreichen, welche noch nicht Insektenbegeistert sind. Dort ansetzen, wo das Bewusstsein fehlt, getreu dem Motto „Jeder Beitrag zählt, denn jedes geschützte Insekt ist wichtig“.

Der erste Wettbewerb 2019

2019 haben wir deshalb den ersten Insektenschutzwettbewerb ins Leben gerufen.

Einen Wettbewerb, in dem wir dazu aufgerufen haben, mit kleinen oder großen Aktionen Insekten zu schützen. Dies sollte dann auch dokumentiert werden. Wichtig war uns dabei immer, dass sich jeder angesprochen und abgeholt fühlt. Ganz gleich, ob privat oder im Verein. Ob auf dem Land oder in der Stadt. Die Teilnehmer*innen konnten damals ihre Beiträge über die Website (www.insektenschuetzer.de) einreichen. Dazu waren lediglich ein paar Fotos und eine kurze Beschreibung des Projekts nötig. Ansonsten gab es keine Vorgaben. Die Teilnehmer wurden lediglich aufgefordert, ihre Ideen und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Insekten in ihrem Haus, Garten, Büro oder in der Natur mitzuteilen.

Eingereicht wurden zum Beispiel komplette insektenfreundliche Gärten, private Imkereien, kleine Rettungsaktionen oder Anleitungen für Nisthilfen. Der Wettbewerb lief das ganze Jahr über und am Ende kürte eine bunt gemischte Jury Barbara mit ihrem „Öko-Garten“ zur Siegerin. Sie freute sich sehr über die Auszeichnung und natürlich auch über das Preisgeld von 500 Euro.

3 Preise, einen Sonderpreis und eine Blühpatenschaft

Im darauffolgenden Jahr ging es direkt in die gleiche Richtung weiter und wir begannen über unseren Instagram-Kanal (www.instagram.com/insektenschuetzer) etwas mehr über Insekten zu informieren, um neben dem Wettbewerb auch einen Mehrwert für unsere Follower*innen zu schaffen. Durch die zahlreichen und unterschiedlichsten Einreichungen hat unser Sponsor DEFLEX Dichtsysteme dann noch etwas Geld beigesteuert und wir konnten bei den vielen innovativen Einreichungen nicht nur eine/n Gewinner*in küren, sondern es gab direkt 3 honorierte Plätze, einen Sonderpreis und eine übernommene Blühpatenschaft von bee-part. Ein voller Erfolg.

2021: NEUE REGELN, NEUE GEWINNCHANCEN

Unter dem Motto „NEUE REGELN, NEUE GEWINNCHANCEN“ ging der Wettbewerb 2021 in die dritte Runde. Das Preisgeld wurde erhöht und die Beiträge konnten ganz einfach mittels Hashtag bei Instagram eingereicht werden. Wichtig waren auch hier die Sinnhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der Aktion, die Wirksamkeit, die Nachahmbarkeit und die Kreativität.
Eingereicht werden konnte alles rund um das Thema Insektenschutz. Am Ende hat die Jury wieder 3 Plätze und einen Sonderpreis vergeben. Hier mussten wir zum ersten Mal einen
kleinen Shitstorm erleben, denn unser Sonderpreis hätte theoretisch nicht gewinnen dürfen.

Ein Insektenhotel, welches nicht gut bestückt war? Die Kritik war also berechtigt. Die Jury fand nur in diesem Fall das Engagement des Teams toll, bei dem das Unternehmen mit den
Auszubildenden ein Naturprojekt gestartet hatte, um ein Bewusstsein für Insekten und Vögel zu schaffen. Tolle Grundidee, schlechte Umsetzung. Hoffentlich haben wir alle daraus gelernt 😉

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EIN JAHR – DREI AKTIONEN … und dieses Mal entscheidet ihr, wer am Ende
gewinnt!

Da wir uns weiter verbessern und immer dazulernen möchten, nehmen wir jede Kritik ernst und setzen uns damit auseinander, denn wir wollen uns auch in Zukunft weiter mit dem Thema Insektenschutz beschäftigen. Dafür ist die Bewegung einfach zu wichtig. Aus diesem Grund haben wir unseren Wettbewerb 2022 zum ersten Mal mit einer öffentlichen Abstimmung durchgeführt. Diese Veränderung wurde von den meisten Teilnehmer*innen begrüßt, da sie eine größere Transparenz und Beteiligung bei der Auswahl der Gewinner*innen ermöglichte.

Unter dem Motto „EIN JAHR – DREI AKTIONEN … und dieses Mal entscheidet ihr, wer am Ende gewinnt!“, ging es dann in das 4. Jahr Insektenschützer. Um die Einsendungen besser vergleichen zu können, haben wir Themen vorgegeben. Damit haben wir es vielleicht auch für einige etwas einfacher und zugänglicher gemacht, da es nicht immer so leicht ist, sich selbst etwas auszudenken. Die Themen waren zum einen eine Insektenwiese anlegen und dokumentieren, ein Sandarium bauen und/oder eine Vereinsaktion zum Thema Insektenschutz starten.

Die drei Aktionen fanden zu unterschiedlichen Zeiten über das Jahr verteilt statt. Alle Einreichungen, die über Instagram teilgenommen haben, wurden unselektiert zur Wahl gestellt und die Community konnte entscheiden, wer gewinnt – Fair & Square. In diesem Jahr wurde auch unsere Website von greentelligent.website als klimafreundliche Website ausgezeichnet.

Insektenschuetzer

Wie geht es 2023 mit den Insektenschützern weiter?

Bisher wurden alle Erwartungen übertroffen. Die Teilnahme am Wettbewerb, die Followerzahlen, der Austausch mit der Insektenschutz-Community und unser stetig wachsendes Wissen und Spaß an der Arbeit haben dazu geführt, dass DEFLEX auch 2023 wieder tatkräftig unterstützen wird.

Deflex waren selbst beim „Tag der Insekten“ in Berlin dabei und zeigen auch dort Interesse am Insekten- und Naturschutz. Dabei legen sie großen Wert darauf, möglichst fair und nachhaltig zu arbeiten, was sie wiederum zu einem tollen Sponsor macht. Auch hier bei naturpaten.eu hat sich DEFLEX mit einem großzügigen Beitrag von 200 Euro beteiligt und eine Blühpatenschaft für nachhaltige Blühwiesen übernommen.

Insektentränken und Insektenmauern: tolle neue Initiativen ab Mai 2023

Seit dem 01.05.2023 sind wir mit zwei neuen Aktionen ins fünfte Jahr gestartet! Aufgrund des trockenen Sommers im letzten Jahr soll in diesem Jahr eine Insektentränke gebaut werden. Wem das noch nicht genug ist, der kann bei der zweiten Aktion mitmachen und eine Insektenmauer/Trockenmauer bauen. Natürlich können auch bereits fertige Tränken und Mauern gepostet werden.

Einfach unseren Instagram-Kanal verlinken, die passenden Hashtags verwenden, ein paar Worte zur Aktion schreiben und das Ganze bis spätestens 30.09.2023 auf Instagram teilen. In diesem Jahr haben wir ein Preisgeld von insgesamt 700 Euro zur Verfügung. Auch wenn es vielleicht nicht für den ersten Platz reichen sollte, eines ist sicher: Die Insekten gewinnen auf jeden Fall.

Wir Insektenschützer lieben Insekten

Insgesamt hat der Insektenschützer Wettbewerb in den letzten Jahren dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Bedeutung von Insekten als wichtige Bestäuber und Teil des Ökosystems zu erhöhen und Maßnahmen zur Erhaltung und zum Schutz ihrer Lebensräume zu fördern. Der Wettbewerb hat nicht nur praktische Lösungen zur Förderung von Insekten hervorgebracht, sondern auch ein Netzwerk von engagierten Menschen geschaffen, die sich für den Schutz von Insekten einsetzen.

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Dein Interesse an diesem Beitrag zeigt, dass dir das Thema Artenschutz wichtig ist. Danke, dass Du es ernst meinst und etwas für die Artenvielfalt unternimmst. Wir freuen uns, wenn Du an einem der tollen Aktionen der Insektenschützer teilnimmst und so zum Schutz der Artenvielfalt beiträgst.

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Der Unterschied zwischen Einjährigen und Mehrjährigen Pflanzen

Blühwiesen sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch wichtig für die Artenvielfalt und den Schutz von Insekten. Doch welche Pflanzen eignen sich am besten? In diesem Artikel geht es um den Unterschied zwischen einjährigen und mehrjährigen Pflanzen und welcher Typus besser für die Artenvielfalt in der Blühwiese geeignet ist. Freue dich darauf, im Detail herauszufinden, welche Pflanzen auf welche Weise die Artenvielfalt in deiner Blühwiese am besten fördern.

Artenvielfalt in Blühwiese

Sehr wertvoll für Insekten: Wiesen-Salbei, Skabiose und Esparcette bilden ein buntes Bild der blühenden Vielfalt.

Einjährige oder mehrjährige Blühpflanzen? Eine kurze Einleitung

Einjährige und mehrjährige Pflanzen sind grundlegend unterschiedliche Arten von Pflanzen mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. In diesem Blogbeitrag werden wir uns genauer mit den Unterschieden zwischen einjährigen und mehrjährigen Pflanzen befassen und welche Faktoren bei der Wahl der Pflanzen in einer Blühwiese berücksichtigt werden sollten.

Einjährige und mehrjährige Blühpflanzen unterscheiden sich in ihrer Lebensdauer und ihrem Vermehrungsverhalten. Hier sind einige ausführliche Beschreibungen ihrer Unterschiede:

Lebensdauer:

Einjährige Pflanzen wachsen, blühen, produzieren Samen und sterben innerhalb eines Jahres oder weniger. Diese Pflanzen keimen aus Samen, wachsen schnell und erreichen in der Regel ihre volle Größe innerhalb von einigen Wochen bis Monaten. Nach der Blüte und Samenproduktion stirbt die Pflanze ab.

Mehrjährige Pflanzen leben mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte. Diese Pflanzen sterben in der Regel nicht nach der Blüte, sondern überwintern und treiben im nächsten Jahr wieder aus. Einige mehrjährige Pflanzen haben eine begrenzte Lebensdauer von einigen Jahren, während andere viele Jahrzehnte leben können.

Vermehrungsverhalten:

Einjährige Pflanzen vermehren sich in der Regel durch Selbstaussaat. Die Pflanze produziert Samen, die auf den Boden fallen und im nächsten Jahr keimen, um eine neue Generation von Pflanzen zu bilden. Einige einjährige Pflanzen können auch durch Stecklinge vermehrt werden, aber dies ist nicht so häufig.

Mehrjährige Pflanzen können sich auf verschiedene Weise vermehren. Einige verbreiten sich durch Wurzelausläufer oder Rhizome, die sich in den Boden ausbreiten und neue Pflanzen bilden. Andere können sich durch Teilung vermehren, bei der die Pflanze geteilt wird, um zwei oder mehr neue Pflanzen zu bilden. Einige mehrjährige Pflanzen produzieren auch Samen, aber ihre Vermehrung durch Samen ist oft langsamer als bei einjährigen Pflanzen.

Wuchsverhalten und Pflege:

Einjährige Pflanzen haben den Vorteil, dass sie schnell wachsen und oft eine reichliche Blüte produzieren. Für alle, die im heimischen Garten eine Blühwiese anlegen wollen gibt es einen Vorteil, denn die Pflanzen können in der Regel aus Samen direkt im Garten oder in Töpfen gezogen werden und erfordern nur eine einfache Pflege wie regelmäßiges Gießen.

Mehrjährige Pflanzen erfordern im Allgemeinen mehr Pflege und Aufwand. Sie benötigen oft eine gezielte Bodenvorbereitung, regelmäßige Bewässerung sowie gelegentliches Beschneiden oder Zurückschneiden, um eine optimale Blüte und Gesundheit zu fördern. Viele mehrjährige Pflanzen müssen auch im Winter geschützt werden, um Frostschäden zu vermeiden.

Insgesamt bieten sowohl einjährige als auch mehrjährige Blühpflanzen vielfältige Vorteile für den Gartenbau und die Landschaftsgestaltung. Die Wahl zwischen einjährigen und mehrjährigen Pflanzen hängt von den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen des Gärtners ab. Was letztlich besser für die Artenvielfalt ist, das schauen wir uns gleich einmal genauer an!

Kuckucks Lichtnelke

Eine ausdauernde, heimische mehrjährige Pflanze: die Kuckucks-Lichtnelke blüht ab Mai bis in den Hochsommer.

Einjährig vs. Mehrjährige Pflanzen: Was ist besser für die Artenvielfalt in der Blühwiese?

Die kurze Antworte: Beide 🙂 Aber natürlich ist die wirkliche Antwort etwas detailreicher, sonst wäre der Blogbeitrag hier ja bereits zu Ende.

Einjährige und mehrjährige Blühwiesen können beide zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen. Lass uns einmal zusammen betrachten, auf welche unterschiedlichen Weise dies geschieht und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Pflanzen für die Artenvielfalt haben.

Für eine Blühwiese mit heimischen Arten sind mehrjährige Pflanzen in der Regel wertvoller als einjährige Pflanzen. Das liegt daran, dass mehrjährige Pflanzen über mehrere Jahre hinweg blühen können und somit eine dauerhafte Nahrungsquelle für Insekten und andere Tiere darstellen. Einjährige Pflanzen dagegen blühen nur in einem einzigen Jahr und müssen jedes Jahr neu ausgesät werden, um erneut zu blühen.

Die Sache mit dem selbst Aussäen

Vielleicht bist Du nun verwirrt und geneigt zu fragen: „Aber einjähriger Pflanzen säen sich doch auch selbst wieder aus?!“

Da hast Du grundsätzlich natürlich Recht. Jedoch ist es so, dass die Selbstaussaat immer von einer ganzen Reihe von externen Faktoren abhängt. Bei vielen Pflanzen muss dafür die Witterung stimmen, sprich das richtige Verhältnis von Sonne und Niederschlag. Bei wieder anderen spielt die Temperatur eine große Rolle und manche sind dabei zusätzlich auf die Hilfe von Tieren (Verdauung) angewiesen. Wenn einer oder mehrere dieser externen Faktoren nicht stimmen, kann das die Selbstaussaat gefährden.

Mehrjährige Pflanzen hingegen haben neben der Vermehrung durch Samen noch weitere Möglichkeiten wie wir gleich sehen werden.

Kurzer Exkurs zur Selbstvemehrung

Es gibt mehrere Möglichkeiten für Pflanzen, sich außer durch Samen zu vermehren. Damit Du es einmal gehört hast haben wir dir hier einige Beispiele:

Stecklinge: Dies ist eine gängige Methode zur Vermehrung von Pflanzen, die Du vielleicht von Zimmerpflanzen kennst. Es wird dabei ein Teil der Mutterpflanze abgeschnitten und in einen Topf mit Erde gesteckt wird. Der Steckling entwickelt dann Wurzeln und wächst zu einer neuen Pflanze heran. In der Natur kann dies durch äußere Einflüsse wie abgebrochene Zweige passieren.

Rhizome: Stelle dir Rhizome als unterirdische Stängel vor, die seitliche Triebe und Wurzeln produzieren können. Vielleicht hast Du schon einmal eine Ingwerknolle beobachtet, wie sie auf diese Weise Triebe bildet.

Ausläufer: Ausläufer sind lange, dünne Triebe, die von der Basis einer Pflanze ausgehen und sich in den Boden verzweigen. Pflanzen wie Erdbeeren und Himbeeren vermehren sich auf diese Weise.

Sprossung: Einige Pflanzen können sich außerdem durch Sprossung vermehren, indem sie neue Pflanzen aus Knospen oder Seitentrieben bilden, die dann aus der Basis oder dem Stamm der Mutterpflanze hervorgehen.

Teilung: Ähnlich wie bei den Stecklingen.  Dies ist eine häufige Methode bei Stauden, wie z.B. Hostas und Gräsern.

Nicht nur auf den Nektarertrag achten: Vorteile mehrjähriger Pflanzen

Neben der oft resilienteren Vermehrung haben mehrjährige Pflanzen noch weitere Vorteile. Oft haben mehrjährige Pflanzen nämlich eine tiefe Wurzel, die den Boden stabilisiert und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnehmen kann. Dadurch tragen sie zur Bodenverbesserung bei und können auch Trockenperioden besser überstehen als einjährige Pflanzen.

Zudem schaffen mehrjährige Pflanzen eine dichtere Struktur. Denke beispielsweise an Königskerzen (die meisten sind mehrjährig, bei uns ist nur die wollige Königskerze einjährig) an einem sonnigen Hang. Durch die Wurzen wird der Hang stabilisiert und die hohen Stiele schaffen Rückzugsgebiete und Deckung für kleine Wirbeltiere.

Zusammenfassung

Bei den vielen Vorteilen der mehrjährigen Pflanzen können auch einjährige Pflanzen in einer Blühwiese durchaus wertvoll sein. Sie sind oft sehr blütenreich und schnell wachsend. Sie können so eine wichtige Ergänzung zu den mehrjährigen Pflanzen darstellen und für zusätzliche Nahrungsquellen sorgen.

Es empfiehlt sich also, eine Mischung aus einjährigen und mehrjährigen Pflanzen in einer Blühwiese anzusäen, um eine möglichst hohe Artenvielfalt und damit auch eine hohe ökologische Wertigkeit zu erreichen.

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feinsamige Blühmischung mehrjährige Arten

Die Mischung machts: einjährige und mehrjährige Arten können sich in einer Blühwiese sehr gut ergänzen.

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Die Bedeutung des Artenschutzes am Earth Day

Laut dem Bericht des Weltbiodiversitätsrates aus dem Jahr 2019 sind etwa eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Die Hauptursachen hierfür sind die Veränderung der Landnutzung, die Ausbeutung von Ressourcen, der Klimawandel und Umweltverschmutzung. Der Verlust der Biodiversität hat weitreichende Folgen für unsere Welt, da jedes Lebewesen eine wichtige Rolle im Ökosystem spielt. Es ist daher unerlässlich, dass wir uns der Herausforderung des Artenschutzes stellen und gemeinsam daran arbeiten, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen.

Tote Biene

Eine tote Biene als mahnendes Zeichen.

Artenschutz als Kernthema des Earth Day

Erfolgreiche Umweltkampagnen wie der Earth Day bieten uns wertvolle Lektionen darüber, wie wir diese globale Herausforderung angehen können. Der Earth Day ist eine jährliche Feier, die am 22. April stattfindet und die Bedeutung des Umweltschutzes und des Nachhaltigkeitsgedankens in den Fokus rückt. Die Kampagnen des Earth Day haben sich auf verschiedene Umweltthemen konzentriert, darunter auch der Artenschutz.

Artenvielfalt in Blühwiese

Artenvielfalt ist essentiell für unser Ökosystem

Artenschutz ist eine globale Herausforderung

In dieser Abhandlung werden wir uns mit der Bedeutung des Artenschutzes als globale Herausforderung und der Rolle erfolgreicher Earth Day-Kampagnen in diesem Zusammenhang auseinandersetzen. Wir werden uns die bewährten Best Practices erfolgreicher Kampagnen ansehen und untersuchen, wie wir diese Strategien nutzen können, um den Artenschutz in unserer Welt zu verbessern. Schließlich werden wir diskutieren, warum der Earth Day eine wichtige Plattform ist, um Bewusstsein für den Artenschutz zu schaffen und wie er als Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft dienen kann.

Wie Earth Day-Kampagnen als Best Practices dienen

Der Earth Day ist ein wichtiger Anlass, um auf die Bedeutung des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. In den vergangenen Jahren haben sich die Earth Day-Kampagnen auf verschiedene Umweltthemen konzentriert, darunter auch der Artenschutz. Im Folgenden werden drei erfolgreiche Earth Day-Kampagnen vorgestellt, die sich auf den Schutz der Artenvielfalt konzentrieren.

Der große Frühjahrsputz (Global Cleanup) des Earth Day Network’s

Wenn Du unsere Aktivität schon länger verfolgst, weißt Du von unseren Aktionen zum Müll sammeln mit dem Fahrrad und zu Fuß.

Die Great Global Cleanup-Kampagne (im deutschen quasi ein großer Frühjahrsputz) des Earth Day Network ist eine der größten Kampagnen, die sich auf die Beseitigung von Abfall und Müll konzentrieren. Sie hat das Ziel, jedes Jahr mehrere Millionen Menschen dazu zu motivieren, ihren lokalen Lebensraum von Müll und Abfall zu befreien. Die Kampagne konzentriert sich darauf, dass jeder Einzelne einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben kann. Dabei arbeitet die Kampagne eng mit Regierungen, Schulen, Unternehmen und anderen Organisationen zusammen, um den Impact auf die Umwelt noch weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Aspekt der Great Global Cleanup-Kampagne ist der Schutz von Wildtieren und deren Lebensraum durch die Beseitigung von Müll und Abfall.

The Canopy Project und der Schutz unserer Wälder

Das Ziel des Canopy Project ist es, die Artenvielfalt durch die Wiederaufforstung und den Schutz von Wäldern zu erhalten.

Die Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 7,8 Milliarden Bäume zu pflanzen – eine für jeden Menschen auf der Welt. Die Wiederaufforstung von Wäldern bietet nicht nur einen Lebensraum für Tiere, sondern trägt auch dazu bei, den Klimawandel zu bekämpfen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Die Kampagne arbeitet mit Gemeinden auf der ganzen Welt zusammen, um lokale Aufforstungsprojekte durchzuführen und die Menschen für den Schutz von Wäldern und der Artenvielfalt zu sensibilisieren.

Totholz mit Moos

Totholz ist elementar für den Artenschutz

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Billion Acts of Green und wie wir alle nachhaltiger leben können

Billion Acts of Green ist eine Kampagne, die darauf abzielt, Menschen auf der ganzen Welt dazu zu motivieren, nachhaltige Verhaltensweisen in ihrem täglichen Leben umzusetzen.

Die Kampagne hat das Ziel, eine Milliarde „grüner“ Taten zu sammeln, die zur Erhaltung der Umwelt beitragen. Die Billion Acts of Green-Kampagne konzentriert sich auf verschiedene Bereiche, darunter Energieeinsparung, Ressourcenschonung und Abfallreduzierung. Durch diese Maßnahmen trägt die Kampagne dazu bei, den Schutz der Umwelt und der Artenvielfalt zu verbessern.

Was wir von erfolgreichen Earth Day-Kampagnen lernen

Dies gerade erwähnten Earth Day-Kampagnen haben unterschiedliche Ziele und Ansätze, aber es gibt auch gemeinsame Erfolgsfaktoren.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit Regierungen, Unternehmen und anderen Organisationen, um den Impact auf die Umwelt zu erhöhen.

NaturPaten Zielbild

Die Zusammenarbeit zwischen Organisationen, der Öffentlichkeit und Unternehmen ist entscheidend.

Die Earth Day-Kampagnen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie effektive Mittel sein können, um das Bewusstsein für globale Umweltprobleme zu schärfen und konkrete Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme zu fördern. Im Folgenden werden einige Best Practices aufgeführt, die von erfolgreichen Earth Day-Kampagnen abgeleitet werden können.

Wie die sozialen Medien dem Artenschutz helfen können

Soziale Medien haben in den letzten Jahren eine enorme Reichweite erlangt und bieten eine hervorragende Möglichkeit, schnell und kosteneffektiv eine große Anzahl von Menschen zu erreichen.

Die Earth Day-Kampagnen haben gezeigt, dass eine gezielte Social-Media-Strategie ein wichtiger Erfolgsfaktor sein kann. Eine gut durchdachte Social-Media-Kampagne kann dazu beitragen, das Bewusstsein für globale Umweltprobleme zu schärfen und Menschen dazu zu ermutigen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

Kosten für Marketing

wird oft mit dem Schneeglöckchen verwechselt: der Märzenbecher.

Warum verschiedene Interessengruppen einbezogen werden

Eine erfolgreiche Earth Day-Kampagne sollte verschiedene Interessengruppen einbeziehen, einschließlich Umweltorganisationen, Regierungen, Unternehmen, Schulen und der breiten Öffentlichkeit. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen können Earth Day-Kampagnen ein breiteres Publikum erreichen und gleichzeitig verschiedene Perspektiven und Ideen einbeziehen.

Bewusstsein schaffen durch Bildung

Eine globale Herausforderung erfordert eine globale Zusammenarbeit. Earth Day-Kampagnen haben gezeigt, dass Zusammenarbeit auf globaler Ebene ein wichtiger Erfolgsfaktor sein kann. Eine erfolgreiche Earth Day-Kampagne sollte verschiedene Länder und Regionen einbeziehen und gemeinsame Ziele und Maßnahmen zur Lösung globaler Umweltprobleme fördern.

Wenn Du dem Artenschutz mit einer Aktion zum Earth Day helfen möchtest, trägst Du damit bei zum Bewusstsein für globale Umweltproblem und unterstreichst die Bedeutung des Umweltschutzes.

Dies kann durch die Schaffung von Bildungsmöglichkeiten und die Förderung von umweltbezogenen Initiativen und Projekten unterstützt werden. Earth Day-Kampagnen haben gezeigt, dass Bildung und Bewusstsein eine wichtige Rolle bei der Förderung von umweltfreundlichen Verhaltensweisen und der Schaffung einer nachhaltigen Zukunft spielen.

Kosten einer Blühpatenschaft

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Wie es weiter geht

Artenschutz bleibt eine globale Herausforderung, da die Verluste von Arten in alarmierender Geschwindigkeit zunehmen. Die Gründe dafür sind vielfältig, darunter die Zerstörung von Lebensräumen, Umweltverschmutzung und Klimawandel.

Warum Artenschutz nicht nur eine moralische Sache ist

Der Artenschutz ist jedoch nicht nur aus moralischen Gründen wichtig, sondern auch aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen. Die Biodiversität ist ein wesentlicher Bestandteil der Ökosysteme und trägt zur Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und anderen Ressourcen bei. In anderen Worten: wenn wir den Artenschutz vernachlässigen, hat das unmittelbare Auswirkungen auf uns und die Versorgung mit Lebensmitteln.

Der Earth Day ist eine wichtige Plattform

Der Earth Day bietet eine wichtige Plattform, um das Bewusstsein für globale Umweltprobleme zu schärfen und Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme zu fördern. Durch die Einbeziehung verschiedener Interessengruppen und die Zusammenarbeit auf globaler Ebene können Earth Day-Kampagnen ein breiteres Publikum erreichen und gleichzeitig verschiedene Perspektiven und Ideen einbeziehen.

Artenschutz am Earth Day

Lass uns den Global Earth Day nutzen um auf Artenschutz aufmerksam zu machen.

Die Macht der sozialen Medien und die Schaffung von Bewusstsein und Bildung sind wichtige Erfolgsfaktoren, die dazu beitragen können, eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Der Earth Day bleibt somit eine unverzichtbare Plattform, um den Artenschutz und andere Umweltprobleme anzugehen und Lösungen zu fördern.

Blühpatenschaften helfen

Eine Blühpatenschaft für alle

Wenn Du am Earth Day gerne etwas für den Artenschutz unternehmen möchtest, selbst aber keinen Platz, keine Geduld oder keine Lust hast, eine eigene Blühwiese anzulegen, so ist deine Blühpatenschaft genau das richtige für dich.

Als Dank für deine Blühpatenschaft bieten wir NaturPaten eine Patenschaftsurkunde an. So hast Du einen Bezug zur guten Tat und gleichzeitig eine tolle Geschenkidee.


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Bienenoase

Judit von Wildbienenglück

Weshalb bei einer Nisthilfe die Qualität zählt

Unsere Mission „Artenschutz für Alle“ zu ermöglichen, wird erst möglich durch Teamplay und Zusammenarbeit. Wird sind sehr froh, mit Judith von Wildbienenglück eine echte Expertin auf dem Gebiet der Nisthilfen für Wildbienen als Partnerin zu haben. Judith berichtet im folgenden Beitrag über den Nutzen von Nisthilfen und weshalb nicht jede Nisthilfe dem Artenschutz hilft.

Blühwiesen und Nisthilfen für Wildbienen

Spätestens seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Jahr 2019, sollten die meisten von uns wissen, dass es großen Bedarf gibt unseren heimischen Wildbienen unter die Flügel zu greifen. Von Jahr zu Jahr nimmt das Bewusstsein dafür zu, dass das Artensterben ein großes Problem ist.

Dem Aussterben unserer Wildbienen entgegenzuwirken, wird eine mächtige Herausforderung für jeden von uns! Wir möchten diese Herausforderung annehmen und setzen uns seit 2020 für die Aufklärung zum Thema Wildbienen ein.
Auch Sie sind bei diesem Projekt schon einen Schritt weiter, denn Sie informieren sich auf dieser Website zum Thema Blühwiesen und somit zum wichtigsten Aspekt zur Rettung der Wildbienen: Nahrung!

Keine gute Nisthilfe: das Universal Insektenhotel

Bei unserer Aufklärungsarbeit sehen wir uns immer wieder mit fachlich falschen Universal-Insektenhotels konfrontiert. Jeder kennt diese Kästen mit Stroh und Zapfen aus Baumarkt und Gartencentern.

Nistverhalten naturgetreu nachahmen

Nisthilfen für Insekten funktionieren jedoch nur, wenn Sie das natürliche Nistverhalten der jeweiligen Art naturgetreu nachahmen.

Die meisten im Handel erhältlichen Nisthilfen sind fachlich aber vollkommen falsch konstruiert und dienen im Höchstfall als ökologisch bedenkliche Gartendeko. Interessierte und engagierte Menschen kaufen diese Universal-Nisthilfen und sind dann enttäuscht, weil dort kein Insekt einziehen wird.

Das führt definitiv nicht zur Begeisterung für den Wildbienenschutz und deswegen muss auch im Bereich der Wildbienenhotels noch viel aufgeklärt werden.

Insektenhaus Vorsicht

Nicht alle Angebote taugen als Nisthilfe.

Worauf kommt es bei der Nisthilfe an?

Das wohl beständigste Argument von Zapfen-Hotel-Besitzern wenn wir anmerken, dass diese sehr wahrscheinlich niemals besiedelt werden:

„Aber mein Insektenhotel ist ja nicht nur für Wildbienen gedacht, sondern in meine Zapfen sollen ja auch Marienkäfer und Schmetterlinge einziehen!“

Die harte Wahrheit: Nein, die werden da nicht einziehen.

Warum? Das schauen wir uns gleich genauer an.

Insekten haben unterschiedliche Nistverhalten

Die üblichen Verdächtigen, die in ein Universal-Insektenhotel einziehen sollen sind:

  • Wildbienen
  • Marienkäfer
  • Schmetterlinge
  • Florfliegen

Wenn man sich die Mühe macht und über das Nistverhalten sowie die Überwinterungsquartiere diverser Insekten genauer recherchiert, stellt man fest, dass diese in der Natur weder in winzigen Kästchen (Schmetterlingsschlitze), Stroh, Zapfen oder losen Holzsstückchen nisten. Und das ist nun mal, was eine Nisthilfe machen sollte: sie ahmt künstlich den natürlichen Lebensraum der Insekten nach.

Achtung: natürliche Fressfeinde in der Nisthilfe

In manchen Fällen würden wir in einem Universal Insektenhaus sogar bezwecken wollen, dass beispielsweise natürliche
Fressfeinde Tür an Tür nisten oder überwintern.

Ist das Nachahmen nicht möglich, bleibt die Nisthilfe unbewohnt. Macht Sinn, oder?

In manchen Fällen würden wir sogar damit bezwecken wollen, dass beispielsweise natürliche Fressfeinde Tür an Tür nisten oder überwintern.

Selbst wenn man das natürliche Nistverhalten sämtlicher Insekten in einem einzigen Kästchen nachahmen KÖNNTE, würde es also gar keinen Sinn ergeben.

Insektenhaus Schrott

Darum sind Nisthilfen sehr individuell

Wen Sie gerne Insekten wie z.B. Florlfiegen, Schmetterlingen, Wildbienen, Marienkäfern, usw. Nistplätze bieten möchten, sollte Sie sich über die einzelnen Arten informieren und für deren spezielle Ansprüche eine eigene Nisthilfe schaffen. Dazu gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet.

Sie helfen am besten mit einem naturnahen Garten, Nahrungspflanzen, Wilden Ecken, Totholz und Steinhaufen, offenen Bodenflächen, usw. Das ist alles besser, als ein „Universal-Insektenhotel“ welches gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil besiedelt wird.

Insektenhaus Details Wildbienenglück

Das Angebot von Wildbienenglück

Wir von Wildbienenglück haben perfekte Nisthilfen für in Hohlräumen nistende Wildbienen entwickeln können, weil es aufgrund des Nistverhaltens der Wildbienen möglich war eine Alternative zu schaffen. Für viele andere Insekten ist das aufgrund ihrer Lebensweise schlicht nicht möglich!

Jetzt wissen Sie, was in einem Wildbienenhotel nichts verloren hat und warum man auf Zapfen, Schmetterlingsschlitze, Stroh und Holzreste verzichten sollte.

Details Insektenhaus Wildbienenglück

Wie baut man ein Wildbienenhotel richtig?

Gebohrtes Hartholz – das Holz sollte saubere Bohrungen in verschiedenen Größen aufweisen.

2-9mm machen Sinn, die Tiefe immer mindestens eine ganze Bohrerlänge. Große Löcher mit 7-8mm sollten mindestens 8cm tief sein, besser mehr!

Mit diesen Bohrungen ahmen wir Käferfraßgänge in Holz nach.

Die Fraßgänge verlaufen im rechten Winkel zur Holzfaser, an diesem Vorbild sollten Sie sich auch bei Ihren Nisthilfen orientieren. Also nicht ins Hirnholz bohren!

Natürliche Rohstoffe für die Nisthilfe

Schilf und Bambus – in verschiedenen Größen und sauber geschnitten. Weiche Pflanzenfasern machen den Wildbienen nichts aus, sehr harte Holzsplitter an den Enden sollte man glätten. Wildbienen können sich an solchen Splittern die zarten Flügel verletzten und meiden solche lebensgefährlichen Niströhren instinktiv.

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Ton – Niststeine aus gebranntem Ton werden auch gerne angenommen. Hier sollte man aber ebenfalls auf die richtige Tiefe und unterschiedliche Durchmesser achten.

Die verschiedenen Wildbienen die in Hohlräumen nisten, sind unterschiedlich groß und benötigen daher auch
unterschiedliche Behausungen.

Ein Wildbienenhotel, nur mit gleich großen Löchern, wird daher nur von wenigen gleich großen Wildbienenarten besiedelt.

Alle Bestandteile sollten immer an der Rückwand befestigt sein. Zum einen sollten die Nisthilfen
nicht wackeln, zum anderen wird Bambus und Schilf gerne von Vögeln herausgezupft.

Vogelschutz – wenn Sie nicht möchten, dass sich Specht, Meisen und Co. an Ihrem Wildbienenhotel bedienen, sollten Sie ein Vogelschutzgitter anbringen. Dieses sollte mit mindestens 3cm Abstand zur Niströhre angebracht sein.

Tipps zum Aufstellen der Nisthilfe

Unsere Nisthilfen kann man einfach mit einer Stele aufstellen oder an einer Wand aufhängen. In unserem Shop finden Sie unter Zubehör passende Stelen aus Fichtenholz inklusive Einschlaghülse, falls Sie ihr Bienenhaus direkt in der Bienenweide platzieren möchten.

Der beste Standort für Ihre Nisthilfe ist immer möglichst trocken und so sonnig wie möglich.

Wenn Ihr Wildbienenhotel einmal feucht wird, ist das nicht schlimm – wichtig ist aber, dass es sonnig steht und entsprechend gut wieder abtrocknen kann. Dauerhafte Feuchtigkeit ist weder gut für die Wildbienen im Hotel, noch für das Holz. Hängen Sie es nicht hinter einen dichten Strauch oder Baum in den Schatten.

Sie sollten das Hotel idealerweise mit der Öffnung nach Süden oder Südosten platzieren.

Details sind wichtig: Lösungsfreier Leim für die Nisthilfe

Lösungsmittelfreier Leim – Kleber ohne für Insekten schädliche Chemie verwenden!

Wetterschutz – ein kleines Dach und ein robuster Rahmen helfen Ihnen die Nisthilfe vor zu viel Nässe zu schützen. Sie können den Rahmen zusätzlich mit Leinöl oder einer Beutenschutzlasur streichen.

Regionalität – billigst hergestellte Nisthilfen aus Fernost tragen nicht zum Umweltschutz bei.

Hochwertige Nisthilfen von Wildbienenglück

Wir freuen uns, wenn dir dieser Beitrag von Wildbienenglück gefallen hat und Du etwas zum wichtigen Thema Nisthilfen mitnehmen konntest. Wenn Du selbst keine Gelegenheit oder Zeit hast, selbst ein Wildbienenhotel zu bauen, so kannst Du diese auch bei Wildbienenglück kaufen.

Für Wildbienen optimale Nisthilfen in allen Größen findest Du im Shop unter wildbienenglueck.de

Die Nisthilfen dort bestehen aus Buchenholz, Fichtenholz und Edelstahl und werden zu einem Großteil in Handarbeit hergestellt!

Wildbienen

Welche Auswirkung hat die Lichtverschmutzung auf die Artenvielfalt?

In diesem Artikel erfährst du, warum Lichtverschmutzung ein ernstes Problem ist, welche Auswirkungen sie auf die Tierwelt hat und was jeder von uns tun kann, um dazu beizutragen, sie zu reduzieren. Lass uns gemeinsam unsere Umwelt schützen und für eine bessere Zukunft sorgen!

Lichtverschmutzung in der Stadt

Wenn die Sonne als natürliche Lichtquelle am Horizont verschwindet, übernehmen künstliche Lichtquellen. Diese sind für Insekten fatal.

Die Auswirkung von Lichtverschmutzung: eine kurze Einleitung

Lichtverschmutzung ist eine zunehmende Bedrohung für die Umwelt. Es entsteht durch künstliche Beleuchtung und beeinträchtigt nicht nur den menschlichen Organismus, sondern auch Pflanzen und Tiere. Als Folge davon kann es zu Verhaltensstörungen, Beeinträchtigungen der Fortpflanzung, Orientierungsproblemen und Schlafstörungen kommen. In diesem Artikel werden wir die Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf die Umwelt untersuchen und Maßnahmen aufzeigen, wie wir alle dazu beitragen können, Lichtverschmutzung zu reduzieren und eine nachhaltigere Beleuchtung zu fördern.

Lichtverschmutzung am Ortsrand

Gerade am Waldrand lockt eine künstliche Beleuchtung jede Nacht dutzende Insekten in die Irre.

Wie Lichtverschmutzung entsteht

Lichtverschmutzung entsteht durch eine Vielzahl von Quellen, einschließlich der Beleuchtung von Straßen, Gebäuden, Werbetafeln und Freizeitbereichen. In Innenräumen können Fernseher, Computer und Mobiltelefone ebenfalls zur Lichtverschmutzung beitragen. Die Art und Weise, wie das Licht verwendet wird, kann auch eine Rolle spielen. Zum Beispiel kann zu helles Licht, das in den Himmel oder auf unbeleuchtete Bereiche abstrahlt, zur Verschmutzung beitragen.

Lichtverschmutzung im Wald

Die Strahlkraft von künstluchen Lichtquellen reicht weit in natürliche Lebensräume hinein.

Lichtverschmutzung ist geographisch unterschiedlich

Lichtverschmutzung ist ein globales Phänomen und betrifft sowohl städtische als auch ländliche Gebiete. In dicht besiedelten Gebieten ist die Lichtverschmutzung oft am stärksten ausgeprägt, da hier viele Quellen von künstlichem Licht vorhanden sind, wie z.B. Straßenlaternen, beleuchtete Gebäude und Werbetafeln. Aber auch in abgelegenen Gegenden kann Lichtverschmutzung auftreten, beispielsweise durch Beleuchtung von landwirtschaftlichen Betrieben oder durch Lichtverschmutzung aus anderen Gebieten, die in die Umgebung abstrahlt.

Städte sind besonders lichtverschmutzt

In einigen Regionen der Welt ist die Lichtverschmutzung besonders ausgeprägt. Zum Beispiel haben Städte in Nordamerika und Europa eine sehr hohe Beleuchtungsdichte, während in Ländern wie Indien, Bangladesch und Nigeria oft eine sehr starke Lichtverschmutzung durch ungezügeltes Wachstum und fehlende Regulierungen entsteht. Interessant ist auch der Blick auf eine Verschmutzungskarte, so wie hier am Beispiel Deutschland.

Die geographische Verteilung der Lichtverschmutzung ist wichtig, da sie uns helfen kann, die Auswirkungen auf die Umwelt besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu reduzieren.

Lichtverschmutzung in der Nacht

Kilometerweit sind die künstlichen Lichtquellen der Stadt zu sehen und strahlen in den Himmel.

Initiativen gegen Lichtverschmutzung

In einigen Regionen der Welt gibt es Initiativen, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Zum Beispiel hat die Stadt Tucson in Arizona, USA, ein erfolgreiches Programm zur Reduzierung der Lichtverschmutzung gestartet, das den Nachthimmel in der Region schützt und astronomischen Forschern eine bessere Sicht ermöglicht.

Auch in einigen Teilen Europas gibt es Initiativen, die die Straßenbeleuchtung reduzieren oder dimmen, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Es gibt auch internationale Anstrengungen, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Die Internationale Dark-Sky Association (IDA) wurde 1988 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Lichtverschmutzung weltweit zu reduzieren und den Nachthimmel für künftige Generationen zu schützen. Die IDA arbeitet mit Städten und Gemeinden zusammen, um umweltfreundlichere Beleuchtungssysteme zu entwickeln und zu implementieren, und bietet auch Zertifizierungen für Gebiete an, die die Kriterien für eine geringe Lichtverschmutzung erfüllen.

Trotz dieser Bemühungen ist die Lichtverschmutzung immer noch ein weit verbreitetes Problem und stellt eine Bedrohung für die Umwelt dar. Um das Problem anzugehen, müssen wir als Gesellschaft uns bewusst werden, wie unsere Beleuchtungsgewohnheiten die Umwelt beeinflussen. Indem wir uns bemühen, unsere Lichtverschmutzung zu reduzieren, können wir den Nachthimmel schützen und dazu beitragen, die Umwelt zu bewahren.

Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf die Umwelt

Lichtverschmutzung kann erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben. Zum Beispiel können einige Vogelarten durch künstliches Licht in ihrer Navigation gestört werden, was zu einer Beeinträchtigung ihres Zugverhaltens führt. Amphibien, Insekten und andere Tiere, die sich normalerweise nachts bewegen, können durch Lichtquellen angelockt werden, was dazu führt, dass sie in der Nähe von Straßen und anderen beleuchteten Gebieten gefangen bleiben und für Raubtiere anfälliger sind. Die Beleuchtung von Stränden kann auch zur Störung des Brutverhaltens von Schildkröten führen, die normalerweise in der Nacht schlüpfen und ins Meer gelangen.

Darüber hinaus kann die Lichtverschmutzung auch den menschlichen Organismus beeinträchtigen. Die dauerhafte Beleuchtung während der Nacht kann zu Schlafstörungen, Hormonstörungen und anderen gesundheitlichen Problemen führen.

natürliches Licht tut gut

Nicht ohne Grund sind wir nach einem Camping Urlaub erholt: ohne künstliches Licht sind wir mehr im Einklang mit den natürlichen Hell-Dunkel-Zyklen.

Maßnahmen zur Vermeidung der Lichtverschmutzung

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die jeder Einzelne ergreifen kann, um zur Reduzierung der Lichtverschmutzung beizutragen.

Außenbeleuchtung hinterfragen

Du kannst die Verwendung deiner Außenbeleuchtung auf ein Minimum beschränken, indem Du nur die notwendigsten Bereiche beleuchtest. Die Verwendung von Bewegungssensoren und Timer-Schaltern kann außerdem dazu beitragen, den Energieverbrauch stark zu reduzieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Licht nur dann eingeschaltet wird, wenn Du es wirklich benötigst.

Auf dem Foto ist zu sehen, wie weit die Aussenbeleuchtung von Wohngebäuden in die Natur ausstrahlt.

Lichtverschmutzung in besiedelten Gebieten

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natürliches Licht

Die Wirkung von natürlichem Licht ist unersetzlich.

Warum energieeffiziente Außenbeleuchtung sich doppelt auszahlt​

Schließlich können wir uns als Verbraucher für eine umweltfreundliche Beleuchtung entscheiden, indem wir energieeffiziente Beleuchtungssysteme verwenden und darauf achten, dass sie nur dann eingeschaltet werden, wenn sie wirklich benötigt werden. Durch die Anwendung dieser Maßnahmen können wir dazu beitragen, die Lichtverschmutzung zu reduzieren und unsere Umwelt zu schützen.

Die Ausrichtung des Lichts ist entscheidend

Es ist außerdem auch wichtig, dass deine Beleuchtungssysteme so konzipiert werden, dass sie das Licht nach unten richten und so vermeiden, dass es nach oben in den Himmel gestrahlt wird. Indem Beleuchtungssysteme so gestaltet werden, dass sie nur die notwendigen Bereiche beleuchten und das Licht auf den Boden richten, können wir dazu beitragen, die Lichtverschmutzung zu reduzieren. So vermeidest Du, dass Insekten aus größere Entfernung angezogen werden.

5 praktische Tipps gegen Lichtverschmutzung für den Alltag

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die jeder von uns ergreifen kann, um zur Reduzierung von Lichtverschmutzung beizutragen. Hier haben für dich 5 Tipps, die Du in deinem Alltag umsetzen kannst und die dich zudem kaum Geld kosten.

  1. Verwendung von Außenleuchten mit Bewegungsmeldern: Diese Art von Leuchten schalten sich nur dann ein, wenn jemand sich in der Nähe befindet. Dadurch wird unnötige Beleuchtung vermieden und Energie gespart.
  2. Verwendung von energiesparenden Leuchten: Die Verwendung von LED-Leuchten, die weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Glühlampen, kann helfen, die Lichtverschmutzung zu reduzieren.
  3. Verwendung von lichtundurchlässigen Vorhängen: Lichtundurchlässige Vorhänge können dazu beitragen, dass das Licht drinnen bleibt und nicht nach draußen strahlt.
  4. Verwendung von speziellen Leuchten für den Außenbereich: Wenn du Leuchten für den Außenbereich benötigst, verwende spezielle Leuchten, die nach unten strahlen und das Licht nicht nach oben oder zur Seite abgeben.
  5. Verwendung von Abdeckungen für die Beleuchtung: Wenn du bereits Leuchten für den Außenbereich hast, verwende Abdeckungen, um das Licht nach unten zu richten und zu verhindern, dass es in die Umgebung strahlt.

Indem du 5 Tipps aus dem vorherigen Abschnitt befolgst, kannst auch du zur Reduzierung von Lichtverschmutzung beitragen und helfen, dass unsere Nachthimmel dunkler und klarer werden.

Insektenfalle

Lichtverschmutzung ist ein ernstes Problem, das nicht nur negative Auswirkungen auf die Tierwelt hat, sondern auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen kann. Es gibt jedoch Maßnahmen, die jeder von uns ergreifen kann, um zur Reduzierung von Lichtverschmutzung beizutragen. Indem wir unsere Außenbeleuchtung reduzieren oder optimieren, können wir den Nachthimmel wieder dunkler und klarer machen, was nicht nur ein ästhetischer Gewinn ist, sondern auch zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen kann.

Es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass unser Handeln Auswirkungen auf unsere Umwelt hat und dass wir unser Verhalten entsprechend anpassen müssen. Wir haben nur einen Planeten und es liegt in unserer Verantwortung, ihn für kommende Generationen zu erhalten.
Es ist an der Zeit, dass wir uns um unsere Umwelt kümmern und unser Verhalten ändern. Jeder kleine Schritt zählt und kann dazu beitragen, dass wir unsere Welt für die Zukunft bewahren.

Blühpatenschaften helfen

Eine Blühpatenschaft für alle

Wenn Du über die Vermeidung von Lichtverschmutzung hinaus gerne etwas für den Artenschutz unternehmen möchtest, selbst aber keinen Platz, keine Geduld oder keine Lust eine eigene Blühwiese anzulegen, so ist deine Blühpatenschaft genau das richtige für dich.

Als Dank für deine Blühpatenschaft bieten wir NaturPaten eine Patenschaftsurkunde an. So hast Du einen Bezug zur guten Tat und gleichzeitig eine tolle Geschenkidee.


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Auf unserem Blog und auf Social Media teilen wir immer wieder Erfahrungswerte und spannende Tipps rund um das Thema Blühwiese und nachhaltigen Artenschutz. Du hilfst uns sehr, wenn Du diese Inhalte mit deinen Freunden in sozialen Netzwerken teilst. Nutze dafür gerne die ‚Teilen‘-Funktion oben und unten auf dieser Seite.

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Welchen Nutzen haben Frühblüher für die Blühwiese?

Insekten spielen eine entscheidende Rolle in unseren Ökosystemen. Sie bestäuben Pflanzen, zersetzen organische Stoffe und sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tiere. Doch welche auf Nahrungsquellen können Insekten zurückgreifen?

Insektenpopulationen sind weltweit im Rückgang begriffen, was sowohl ökologische als auch ökonomische Auswirkungen hat. Gerade zum Ende der kalten Jahreszeit ist das Nahrungsangebot für Fluginsekten sehr begrenzt. Eine Möglichkeit, diese Insekten zu unterstützen, sind Frühblüher in der Blühwiese.

Doch welche Frühblüher eignen sich am besten und wie gestaltet man eine bienenfreundliche Blühwiese? Welche Frühblüher bei uns heimisch sind und wie Du sie begünstigst, das schauen wir uns in diesem Beitrag gemeinsam an.

Krokus Frühblüher

Blühender Frühlingsbote Krokus

Verklammte Biene

Nahrungsmangel kann für Wildbienen tödlich sein.

Nahrungsmangel im Frühjahr

Wildbienen beziehen einen großen Teil ihres Nahrungsvorrats aus  Blütennektar. Zwar sind Wildbienen nicht besonders wählerisch, wenn aber garkein Nektar verfügbar ist, wird das schnell zu einem ernsten Problem.

Auch wenn für die Aufnahme der Nahrung zu weite Strecken überwunden werden müssen, wird das zu einer Gefahr. Gerade in den ersten Frühjahrstagen wird es außerhalb der Sonne schnell kühl. Wenn dann ein weiter weg zurück zur Unterkunft zurückgelegt werden muss, können Wildbienen auf dem anstrengenden Rückweg umkommen.

Was sind Frühblüher?

Frühblüher sind Pflanzen, die im zeitigen Frühjahr blühen und somit den Insekten als erste Nahrungsquelle dienen. Sie helfen Insekten, nach dem Winter zu überleben und sich auf die kommende Saison vorzubereiten.

Welche Eigenschaften haben Frühblüher?

Frühblüher haben eine Reihe von Eigenschaften, die sie besonders attraktiv für Insekten machen:

1.) Frühe Blütezeit: Frühblüher blühen je nach Region und Klima oft schon im Februar oder März, wenn es noch recht kalt ist und nur wenige andere Pflanzen blühen. Dadurch sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, die zu dieser Zeit nur wenig Auswahl haben.

2.) Reichhaltige Nektarproduktion: Frühblüher produzieren oft viel Nektar, um die Insekten anzulocken und zu versorgen. Der hohe Zuckergehalt des Nektars liefert den Insekten die Energie, die sie benötigen, um zu fliegen und ihre Aktivitäten auszuführen.

3.) Leicht zugängliche Blüten: Frühblüher haben oft flache, offene Blüten, die den Insekten einen einfachen Zugang zum Nektar ermöglichen. Dadurch können auch Insekten mit kürzeren Rüsseln wie Hummeln und Wildbienen leicht an den Nektar gelangen.

4.) Farbenprächtige Blüten: Viele Frühblüher haben farbenfrohe Blüten, die die Insekten anziehen und ihnen den Weg zum Nektar weisen. Die Farben reichen von Gelb und Orange bis hin zu Rosa und Violett.

Welche Frühblüher sind in deiner Blühwiese heimisch?

Zu den bekanntesten Frühblühern gehören unter anderem Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und Narzissen. Doch nicht alle sind bei uns heimisch. Das ist wichtig zu beachten, denn heimische Frühblüher haben den größten biologischen Nutzwert für unsere Insekten.

Doch auch weniger bekannte Arten wie Ehrenpreis, Gänseblümchen und Huflattich sind wichtige Frühblüher, die Insekten unterstützen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Pflanzen, die im Frühjahr blühen, automatisch als Frühblüher bezeichnet werden können.

Einige Pflanzen haben zum Beispiel nur eine kurze Blütezeit oder produzieren wenig Nektar, was sie weniger attraktiv für Insekten macht. Es lohnt sich also, bei der Auswahl der Pflanzen auf die oben genannten Eigenschaften zu achten und gezielt Frühblüher zu pflanzen, die den Insekten am meisten nutzen.

Huflattich Frühblüher

Nicht alle Frühblüher sind bekannt.

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Welche Frühblüher eignen sich für Wildbienen?

Frühblüher sind nicht nur für Honigbienen, sondern auch für Wildbienen von großer Bedeutung.

Wildbienen, zu denen auch die Hummeln gehören, sind für die Bestäubung vieler Pflanzenarten von großer Bedeutung. Anders als Honigbienen leben Wildbienen solitär und bauen ihre Nester meist in hohlen Pflanzenstängeln oder im Boden.

Für Wildbienen eignen sich insbesondere Frühblüher, die eine offene, flache Blütenform haben, damit die Insekten leichter an den Nektar und Pollen gelangen können. Hier sind einige Beispiele für Frühblüher, die speziell Wildbienen unterstützen:

Frühblüher Nr. 1: Krokusse für deine Blühwiese

Krokusse gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Frühblühern und sind insbesondere wegen ihrer schönen, bunten Blüten in den Gärten sehr beliebt. Aber nicht nur das macht sie zu einer wertvollen Pflanze, sondern auch ihre Bedeutung für Insekten und andere Bestäuber.

Im Frühjahr, wenn die meisten anderen Blüten noch schlummern, öffnen Krokusse ihre Blüten und bieten Nahrung für zahlreiche Insekten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind besonders auf die Blüten angewiesen, um ihre Energiereserven aufzufüllen, bevor sie sich auf die Suche nach weiteren Nahrungsquellen begeben.

Krokusse Frühblüher

Jeder kennt ihn: den Krokus.

Die Blüten der Krokusse sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch reich an Nektar und Pollen, die für die Bestäubung unerlässlich sind. Das macht die Krokusse zu einer wichtigen Nahrungsquelle für Bestäuber in einer Zeit, in der es noch nicht viele andere Blüten gibt.

Nicht nur das, sondern Krokusse sind auch eine wichtige Pflanze für Wildbienen und andere Insekten, die im Frühjahr aus ihren Verstecken kommen. Die meisten Wildbienenarten fliegen nur über kurze Entfernungen und benötigen daher Nahrungspflanzen in unmittelbarer Nähe ihrer Nistplätze. Krokusse sind hierfür ideal, da sie aufgrund ihrer Größe und ihrer frühen Blütezeit leicht zu finden sind.

Krokusse sind außerdem sehr pflegeleicht und können in vielen verschiedenen Böden und Bedingungen wachsen. Sie benötigen wenig Wasser und können auch in trockenen und sonnigen Lagen gedeihen. Das macht sie zu einer idealen Pflanze für Gärten, Parks und öffentliche Plätze.

Insgesamt sind Krokusse eine wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber im Frühjahr und eine wichtige Pflanze für Wildbienen und andere Insekten. Durch ihre schöne Blütezeit sind sie auch ein Blickfang in jedem Garten. Wenn Sie also überlegen, welche Pflanzen Sie in Ihrem Garten anbauen möchten, sollten Sie unbedingt auch an den Krokus denken – er ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Bestäuber.

Traubenhyazinthen

Traubenhyazinthen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Frühblühern und sind insbesondere wegen ihrer schönen, blauen Blüten in den Gärten sehr beliebt. Aber nicht nur das macht sie zu einer wertvollen Pflanze, sondern auch ihre Bedeutung für Insekten und andere Bestäuber.

Im Frühjahr, wenn die meisten anderen Blüten noch schlummern, öffnen Traubenhyazinthen ihre Blüten und bieten Nahrung für zahlreiche Insekten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind besonders auf die Blüten angewiesen, um ihre Energiereserven aufzufüllen, bevor sie sich auf die Suche nach weiteren Nahrungsquellen begeben.

Die Blüten der Traubenhyazinthen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch reich an Nektar und Pollen, die für die Bestäubung unerlässlich sind.

Traubenhyazinthen sind auch eine wichtige Pflanze für Wildbienen und andere Insekten, die im Frühjahr auf Nahrungssuche sind. Die meisten Wildbienenarten fliegen nur über kurze Entfernungen und benötigen daher Nahrungspflanzen in unmittelbarer Nähe ihrer Nistplätze. Traubenhyazinthen sind hierfür ideal, da sie aufgrund ihrer Größe und ihrer frühen Blütezeit leicht zu finden sind.

Traubenhyazinthen sind außerdem sehr pflegeleicht und können in vielen verschiedenen Böden und Bedingungen wachsen. Sie benötigen wenig Wasser und können auch in trockenen und sonnigen Lagen gedeihen. Das macht sie zu einer idealen Pflanze für Gärten, Parks und öffentliche Plätze.

Insgesamt sind Traubenhyazinthen eine wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber im Frühjahr und eine wichtige Pflanze für Wildbienen und andere Insekten. Durch ihre schöne Blütezeit sind sie auch ein Blickfang in jedem Garten.

Märzenbecher

wird oft mit dem Schneeglöckchen verwechselt: der Märzenbecher.

Schneeglöchen weiß‘ Röckchen?

Schneeglöckchen sind eine der ersten Blüten, die im Frühjahr auftauchen und eine willkommene Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln bieten. Sie gehören zu den ersten Anzeichen, dass der Frühling endlich da ist. Die zarten, weißen Blüten sind ein atemberaubender Anblick und sie verströmen einen süßen Duft, der Insekten anlockt.

Obwohl Schneeglöckchen in der Regel nicht als wichtige Nahrungsquelle für Insekten angesehen werden, spielen sie dennoch eine wichtige Rolle im ökologischen System. Die frühe Blütezeit der Schneeglöckchen macht sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle für Bienen, die gerade aus ihrem Winterschlaf erwachen und auf der Suche nach Nektar und Pollen sind. Insekten wie Honigbienen und Wildbienen fliegen von Blüte zu Blüte und sammeln dabei Pollen, den sie zur Bestäubung anderer Pflanzen nutzen.

Schneeglöckchen sind auch für schattigere Plätze geeignet

Schneeglöcken haben den Vorteil, dass sie auch in kälteren und schattigeren Bereichen wachsen können, in denen andere Pflanzen nicht gedeihen. Dies macht sie zu einer idealen Pflanze für Gärten, Parkanlagen und andere öffentliche Flächen, die möglicherweise nicht viel Sonnenlicht erhalten.

Neben ihrer Rolle als Nahrungsquelle für Insekten, haben Schneeglöcken auch eine wichtige kulturelle Bedeutung. Viele Menschen sehen sie als Symbole der Hoffnung und des Wiedererwachens nach dem Winter und freuen sich jedes Jahr auf ihre ersten zarten Blüten.

Insgesamt sind Schneeglöcken eine wichtige Pflanze für den Garten und die Umwelt. Sie bieten nicht nur eine willkommene Nahrungsquelle für Insekten, sondern auch einen schönen Anblick und eine wichtige kulturelle Bedeutung.

Gerne wird das Schneeglöckchen mit dem Märzenbecher verwechselt. Wie der Name vermuten lässt, blühen Märzenbecher bereits sehr früh im Jahr. Zwar wird der Märzenbecher oft als Empfehlung für eine Bienenweide gegeben, jedoch sind die Nektarmengen eher überschaubar. Hinzu kommt, dass die Trachtzeit, also die Zeit in der die Pflanze blüht, häufig noch in eine Zeit fällt, mit sehr kalten Temperaturen. Wie oben beschrieben, kann es je nach Flugentfernung für manche Insekten kritisch sein, wenn die Temperaturen noch sehr niedrig sind.

Glockenblumen: der Langschläfer unter den Frühblühern für die Blühwiese

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Du bist auf der Suche nach einer insektenfreundlichen Blume für Deinen Garten? Wie wäre es mit Glockenblumen? Zwar blüht sie erst im frühen Mai udn ist damit kein lupenreiner Frühblühler. Doch mit ihren zierlichen Blüten ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere bestäubende Insekten.

Glockenblumen sind mehrjährige Pflanzen, die sowohl in sonnigen als auch in schattigen Bereichen gedeihen. Ihre glockenförmigen Blüten sind in verschiedenen Farben erhältlich, einschließlich blau, lila, rosa und weiß. Im Frühling und Sommer blühen die Glockenblumen und sind oft von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen umschwärmt, die nach Nektar und Pollen suchen.

Besonders Honigbienen lieben Glockenblumen, da sie viel Nektar produzieren, der eine wichtige Energiequelle für die Bienen ist. Die Bienen können leicht in die glockenförmigen Blüten eintauchen und den Nektar sammeln, ohne zu viel Energie zu verbrauchen. Wenn die Bienen von Blüte zu Blüte fliegen, verteilen sie auch Pollen, der zur Bestäubung anderer Pflanzen beiträgt.

Nicht nur für die Blühwiese: Glockenblumen kommen sogar im Steingarten zurecht

Neben ihrer Rolle als Nahrungsquelle für Insekten sind Glockenblumen auch eine wichtige Pflanze für den Garten. Sie sind leicht zu züchten und können in vielen verschiedenen Bereichen, einschließlich Steingärten, Rabatten, Töpfen und Hängekörben, angebaut werden. Glockenblumen können auch als Bodendecker verwendet werden, da sie schnell wachsen und den Boden bedecken, was dazu beiträgt, Unkrautwachstum zu reduzieren.

Insgesamt sind Glockenblumen eine wichtige Pflanze für Deinen Garten und die Umwelt. Sie bieten nicht nur eine willkommene Nahrungsquelle für Insekten, sondern auch eine schöne Ergänzung zu jedem Garten. Wenn Du also auf der Suche nach einer insektenfreundlichen Blume bist, die Deinem Garten Farbe und Schönheit verleiht, solltest Du Glockenblumen in Betracht ziehen.

Oft unterschätzt: der Ehrenpreis

Der Persische Ehrenpreis (Veronica persica) ist eine weitere wichtige Pflanze, die im zeitigen Frühjahr blüht und Nahrung für Bienen und andere Bestäuber bietet. Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammend, ist er mittlerweile auch in vielen anderen Regionen der Welt heimisch. Er hat ovale, gegenständige Blätter und bildet zahlreiche kleine, violette oder blaue Blüten, die in Trauben angeordnet sind. Die Blüten sind glockenförmig und haben einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter.

Der Persische Ehrenpreis bevorzugt sonnige Standorte und trockene Böden, ist aber auch anpassungsfähig und kann in vielen verschiedenen Lebensräumen wachsen. Er ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten, insbesondere Wildbienen, die in dieser Jahreszeit noch wenig Alternativen finden.

Ehrenpreis

Persischer Ehrenpreis ist eine niedrige, krautige Pflanze, die bis zu 15 cm hoch werden kann.

Besonders ausdauernder Frühblüher

Eine Besonderheit des Persischen Ehrenpreises ist, dass er eine lange Blütezeit hat. Während viele Frühblüher nur für kurze Zeit blühen, kann der Persische Ehrenpreis von März bis in den Juni hinein blühen und somit auch später im Frühjahr noch Nahrung für Bienen und andere Bestäuber bereitstellen.

Wenn Du den Persischen Ehrenpreis auf Deiner Blühwiese anpflanzen möchtest, solltest Du ihm einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden geben. Er eignet sich auch gut als Bodendecker und kann in größeren Flächen gepflanzt werden, um eine dichte Vegetation zu schaffen.

Persischer Ehrenpreis ist auch eine wertvolle Pflanze für Wildtiere, da er eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen und andere Insektenlarven ist. Indem Du ihn auf Deiner Blühwiese anpflanzt, trägst Du also nicht nur zur Erhaltung der Bienenpopulation bei, sondern auch zur Förderung der Artenvielfalt.
Mit seinen violetten oder blauen Blüten und seiner langen Blütezeit ist der Persische Ehrenpreis eine attraktive und nützliche Pflanze für jeden Garten.

Gänseblümchen Frühblüher

Pflegeleicht und bescheiden: das Gänseblümchen

Frühblüher Bonus: Gänseblümchen

Gänseblümchen sind eine der bekanntesten und beliebtesten Blumen in unseren Gärten und Wiesen. Aber wusstest Du auch, dass sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber darstellen?

Gänseblümchen sind Frühblüher und öffnen oft bereits im März ihre Blüten.

Besonders bienenfreundlich sind Gänseblümchen aufgrund ihrer Bauweise. Sie haben eine flache Blüte, die es Bienen und anderen Bestäubern leicht macht, an den Pollen und Nektar zu gelangen. Außerdem blühen Gänseblümchen über einen langen Zeitraum, was für Bienen und andere Bestäuber besonders wichtig ist, da sie auch im Frühjahr noch nicht überall genug Nahrung finden.

Gänseblümchen sind auch besonders robust und können fast überall wachsen. Sie bevorzugen jedoch sonnige Standorte und lockere Böden. Eine bunte Mischung aus Gänseblümchen und anderen Frühblühern kann Deine Blühwiese also zu einem echten Bienenschmaus machen!

Dein Blühwiesen Start in die Frühblüher Saison

Frühblüher sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber, da sie ihnen nach dem langen Winter eine erste Nahrungsquelle bieten. Durch die Gestaltung einer bienenfreundlichen Blühwiese mit verschiedenen Frühblühern wie Gänseblümchen, Ehrenpreis, Huflattich und persischem Ehrenpreis kann man einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten und Bienen und anderen Bestäubern helfen.

Zusätzlich zu einer bienenfreundlichen Blühwiese gibt es noch weitere Maßnahmen, die man ergreifen kann, um Bienen und anderen Bestäubern zu helfen, wie beispielsweise die Schaffung von Trinkmöglichkeiten und Winterquartieren oder die Unterstützung von ökologischen Ausgleichsflächen. Auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern ist ein wichtiger Schritt zur Erhaltung dieser bedrohten Tiere.

Indem wir alle unseren Teil dazu beitragen, können wir dazu beitragen, dass Bienen und andere Bestäuber auch in Zukunft eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem spielen und die Artenvielfalt erhalten bleibt. Also werde aktiv und gestalte Deine Blühwiese bienenfreundlich!

Blühpatenschaft schenkt Lebensraum

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Warum überhaupt Bodenvorbereitung?!

Die Bodenvorbereitung deiner Blühwiese hilft nicht nur der bunten Blütenpracht. Was viele nicht wissen: die richtige Vorbereitung leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. Wie Du bei der Bodenvorbereitung einer Blühwiese vorgehst, bestimmt nicht zuletzt auch wie pflegeleicht deine Blühfläche über die Jahre wird.

Sonnige Blühwiese

Mit unseren 7 Tipps zur Bodenvorbereitung klappt es in 2023 mit der bunten Blühwiese

Worum es bei der Bodenvorbereitung der Blühwiese geht

In diesem Beitrag zeigen wir dir, worauf es bei der Bodenvorbereitung für eine Blühwiese ankommt. Außerdem erklären wir, welche Schritte du befolgen solltest, um eine nachhaltige Blühwiese anzulegen.

Wir erklären dir, welche Standortbedingungen ideal sind und welche Schritte bei der Bodenvorbereitung wichtig sind. Außerdem erfährst Du, welche Saatmischung du wählen solltest, um eine Blühwiese zu schaffen, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch wertvoll für die Umwelt ist.

1) Bodenvorbereitung fängt mit der Standortwahl an

Die Auswahl des richtigen Standorts ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer Blühwiese. Idealerweise sollte der Standort sonnig und windgeschützt sein, da die meisten Blühpflanzen viel Sonne benötigen, um zu gedeihen.

Außerdem ist es wichtig, dass der Boden ausreichend durchlässig ist, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht. Ansonsten kann es zu Wurzelfäulnis kommen, die das Wachstum der Blühpflanzen beeinträchtigt.

Bodenvorbereitung Blühwiese Standort

Die Standortwahl ist der erste Schritt bei der Bodenvorbereitung für eine Blühwiese.

2) Blühwiese für Fortgeschrittene: der pH Wer bei der Bodenvorbereitung

Es ist auch ratsam, den pH-Wert des Bodens zu messen, um sicherzustellen, dass er im richtigen Bereich liegt. Der ideale pH-Wert für eine Blühwiese liegt zwischen 6,5 und 7,5. Falls der pH-Wert zu niedrig ist, kann es notwendig sein, Kalk oder Dolomitkalk hinzuzufügen, um den pH-Wert anzuheben. Ist der pH-Wert zu hoch, kann es notwendig sein, den Boden mit schwefelhaltigem Boden oder saurem Dünger zu behandeln.

3) Vermeide Konkurrenz in der Blühfläche

Bei der Standortwahl sollte darauf geachtet werden, dass der Boden möglichst frei von Unkraut und anderen Pflanzenresten ist, um Platz für die Blühpflanzen zu schaffen und die Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu minimieren. Nicht zu vergessen ist dabei auch, dass bestehende Bodendecker den keimenden Samen wertvolles Sonnenlicht nehmen.

Insgesamt sollte der Boden möglichst locker sein, um das Wurzelwachstum der Blühpflanzen zu erleichtern.

Bunte Pflanzen in Blühwiese

Die Wahl des richtigen Standorts spielt eine entscheidende Rolle bei der Planung einer Blühwiese.

4) Nützliche Werkzeuge um den Boden vorzubereiten

Je nach Umfang der Bodenvorbereitung kann es hilfreich sein,  praktische Werkzeuge einzusetzen. Bei sehr großen Flächen kann sich der Einsatz einer Bodenfräse lohnen. Kleine Blühstreifen können mit einem Spaten vorbereitet werden.

Bei schwerem oder sehr lehmigen und tonhaltigen Boden kann es manchmal notwendig sein, Sand oder Kies hinzuzufügen. Die Bodenstruktur wird dadurch verbessert und das Abfließen von überschüssigem Wasser  erleichtert.

Bodenverdichtung in Blühwiese

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5) Abschluss der Bodenvorbereitung

Nach dem Lockern des Bodens sollte dieser noch geglättet werden, um eine ebene Fläche zu schaffen. Hierfür kann eine Harke oder ein Rechen verwendet werden.

6) Achtung: hartnäckiger Trugschluss

ÜBRIGENS: in vielen Internet Rategebern hält sich hartnäckig ein Trugschluss zum Thema Düngung einer Blühwiese.

Unserer Erfahrung hat es sich bewährt, den Boden so mager als möglich zu gestalten. Das hilft für einen guten Start, denn beinah alle heimischen Blühpflanzen bevorzugen nährstoffarme Böden.

Was also auf den ersten Blick logisch scheint, ist in Wirklichkeit ein Trugschluss. Üppiges Düngen bewirkt bei einer Blühwiese eher das Gegenteil des erhofften Ergebnisses.

feinsamige Blühmischung mehrjährige Arten

Achte auf eine spezielle Blühwiesensaatmischung, die aus regional angepassten Pflanzenarten besteht und auf die Bodenbeschaffenheit abgestimmt ist. Danke für das Foto an Andreas König von gesundesleben.online.

7) Bodenvorbereitung komplett: Aussaat und Pflege der Blühwiese

Zuletzt solltest Du den Boden nochmals gut wässern, um sicherzustellen, dass er ausreichend feucht ist, bevor die Saatmischung ausgebracht wird.

Nachdem die Bodenvorbereitung abgeschlossen ist, kann mit der Aussaat begonnen werden.

Nach der Bodenvorbereitung ist vor dem Mähen

Eine weitere wichtige Maßnahme ist das zielgerichtete Mähen der Blühwiese. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nicht alle Pflanzen gleichzeitig gemäht werden, um eine konstante Blüte über einen längeren Zeitraum zu ermöglichen.

Einige Pflanzen sollten stehen bleiben und sich aussamen können, um die Biodiversität und die genetische Vielfalt der Blühwiese zu erhalten.

Sensen in der Blühwiese

Mähen der Blühwiese: Beim Sensen kann eine gesunde und nachhaltig blühende Wiese entstehen, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistet.

Fazit zur Bodenvorbereitung

Die erfolgreiche Aussaat deiner Blühwiese profitiert sehr von einer sorgfältigen Bodenvorbereitung.

Eine gute Durchlüftung, Lockerung und magere Anreicherung mit Nährstoffen sind entscheidend für das Wachstum der Pflanzen und die Förderung der Biodiversität. Durch die Auswahl geeigneter Methoden und Werkzeuge fällt die Arbeit leichter. Während einer Bodenprobeentnahme eher etwas für sehr große Vorhaben und Profis ist, kann mit unseren 7 Tipps leicht eine optimale Bodenvorbereitung erreicht werden.

Es lohnt sich, Zeit und Mühe in die Bodenvorbereitung zu investieren, um eine gesunde und blühende Wiese zu erhalten und langfristig zur Erhaltung der natürlichen Artenvielfalt beizutragen.

Blühpatenschaften helfen

Blühpatenschaft als Alternative

Nicht jeder kann oder möchte ausgiebig Bodenvorbereitung für eine Blühwiese betreiben. Manche Menschen haben hierfür schlicht nicht den Platz. Eine Blühpatenschaft ist dann ein einfacher Weg, um den Artenschutz trotzdem zu unterstützen.

Als Dank für deine Blühpatenschaft bieten wir NaturPaten eine Patenschaftsurkunde an. So hast Du einen Bezug zur guten Tat und gleichzeitig eine tolle Geschenkidee.


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